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Sicherheit geht vor:
Kinderspielplätze unter Kontrolle

Paradies für Kinder: Mädchen und Jungen des Müllroser Schulhortes haben am Freitag jede Menge Spaß auf dem öffentlichen Spielplatz im Müllroser Schützenpark. Die Anlage wird wochentags an jedem Tag kontrolliert.
Paradies für Kinder: Mädchen und Jungen des Müllroser Schulhortes haben am Freitag jede Menge Spaß auf dem öffentlichen Spielplatz im Müllroser Schützenpark. Die Anlage wird wochentags an jedem Tag kontrolliert. © Foto: Gerrit Freitag
Frank Groneberg / 16.11.2019, 07:00 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) In Eisenhüttenstadt und den Ämtern der Region gibt es fast 150 öffentliche Kinderspielplätze. Für die Sicherheit auf diesen Spielplätzen sind die Eigentümer verantwortlich. In den Ämtern sind das jeweils die Kommunen. In Eisenhüttenstadt sind das zum einen die Großvermieter Gewi (laut eigenen Angaben 57  Spielplätze) und EWG (38 Spielplätze) und zum anderen die Stadt (laut Geoportal 13 kommunale Spielplätze).

Die MOZ wollte von den Ämtern, Wohnungsunternehmen und der Stadt Eisenhüttenstadt wissen, wie oft und durch wen ihre Spielplätze auf Schäden überprüft werden, wo aktuell reparaturbedürftige Spielgeräte gesperrt oder abgebaut sind, wie viel Geld in jedem Jahr für Reparaturen zur Verfügung steht und welche Investitionen in diesem Jahr getätigt wurden. Bis auf die Eisenhüttenstädter Stadtverwaltung haben alle Verwaltungen und Unternehmen die Fragen beantwortet.

Gewi hat 57 Spielplätze

Von den 57 Spielplätzen der Gewi Eisenhüttenstadt befinden sich allein 48 im Innenstadtbereich. Die Anlagen werden einmal wöchentlich durch die im jeweiligen Wohngebiet tätigen und dafür geschulten Hauswarte des Tochterunternehmens OID GmbH kontrolliert und gereinigt. Schäden werden umgehend der Gewi gemeldet und entsprechende Instandsetzungsaufträge ausgelöst. Zusätzlich erfolgt einmal jährlich im Frühjahr eine Spielplatzprüfung durch den TÜV Rheinland. Aktuell sind bei der Gewi alle 57 Spielplätze vollständig nutzbar. Das Unternehmen hat jährlich 20 000 Euro für Reparaturen zur Verfügung – bei spontan höherem Bedarf wie etwa nach Vandalismus kann auf ein Sonderbudget zurückgegriffen werden.

Die EWG hat in Eisenhüttenstadt 34 Spielplätze im Bestand, weitere vier gehören der WEG-Verwaltung. Je nach Nutzung werden die Anlagen wöchentlich oder alle zwei Wochen durch die Hauswarte der EWG kontrolliert. Außerdem erfolgt quartalsweise eine operative Inspektion durch die Hauswarte. Einmal jährlich überprüft ein Sachverständiger jeden der Spielplätze. Gesperrt sind aktuell keine Spielgeräte oder -plätze. Das Jahresbudget für die Instandhaltung beträgt 6500 Euro. Über den Austausch oder Ersatz von Spielgeräten werde bei Bedarf entschieden, teilte EWG-Vorstandsvorsitzende Verena Rühr-Bach mit. Die Kosten für die jährliche Reinigung des Sandes beliefen sich 2019 auf 9500 Euro.

Im Amt Brieskow-Finkenheerd gibt es sieben kommunale Spielplätze – je einen in Groß Lindow, Vogelsang und Wiesenau, je zwei in Brieskow-Finkenheerd und Ziltendorf. Die wöchentliche Sichtkontrolle wird hier durch Mitarbeiter des Wirtschaftshofes oder durch Gemeindearbeiter durchgeführt. Einmal jährlich erfolgt eine fachlich-technische Überprüfung durch die Füwas GmbH. Auch im Amt Brieskow-Finkenheerd sind derzeit alle Spielgeräte nutzbar. Das Budget für Reparaturen wird in den einzelnen Gemeinden festgelegt. In diesem Jahr wurde ein Spielplatz in Ziltendorf neu gebaut

Neuer Spielplatz in Müllrose

Die 17 öffentlichen Spielplätze im Amt Schlaubetal werden einmal wöchentlich durch geschulte Bauhofmitarbeiter, dreimal jährlich durch einen Sachverständigen der Stadtwirtschaft Eisenhüttenstadt GmbH und einmal jährlich durch den TÜV überprüft. Dazu kommen tägliche Kontrollen sehr stark frequentierter Anlagen und sporadische Kontrollen. 10 200 Euro stehen für Reparaturen zur Verfügung. In diesem Jahr wurde kräftig investiert – unter anderem in Spielgeräte in Kieselwitz und Bremsdorf und einen neuen Spielplatz in Müllrose.

Im Amt Neuzelle erfolgt die Kontrolle der Kinderspielplätze alle vier Wochen, der stärker frequentierten Anlagen alle 14 Tage. Mitarbeiter der Gemeinden wurden dafür extra geschult. Die jährliche intensive Überprüfung führt der TÜV Süd durch. Das jährliche Budget für Reparaturen und Unterhaltung beträgt mehr als 10 000 Euro. In Ratzdorf erhielt der Michael-­Jackson-Spielplatz in diesem Jahr ein neues Klettergerät als Ersatz für ein marodes Holzspielgerät, die Erneuerung wird im Jahr 2020 fortgesetzt.

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