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Infrastruktur
Landkreis Oder-Spree erneuert drei Straßen

Zuletzt vor rund 40 Jahren hergerichtet: Die Kolpiner Straße in Reichenwalde. 2022 soll sie ausgebaut werden.
Zuletzt vor rund 40 Jahren hergerichtet: Die Kolpiner Straße in Reichenwalde. 2022 soll sie ausgebaut werden. © Foto: Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 17.11.2019, 06:00 Uhr
Reichenwalde (MOZ) Der Landkreis Oder-Spree will seine Maßnahmen zur Sanierung von Kreisstraßen fortsetzen. Aktuell geplant ist die Ausbesserung von drei jeweils relativ kurzen Abschnitten.

Sie befinden sich innerorts in Reichenwalde und in Arensdorf sowie zwischen Markgrafpieske und Briesenluch. Der Bauausschuss des Kreistages hat den Vorhaben, die auf der Prioritätenliste für Investitionen in den nächsten Jahren stehen, diese Woche zugestimmt. Der Ausschussvorsitzende Achim Schneider (CDU) zeigte sich am Freitag erfreut über den Gesamtzustand des Kreisstraßen-Netzes. "Wir sind mit den Sanierungen jetzt fast am Ende angekommen", sagte er.

In Reichenwalde geht es um einen gut 900 Meter langen Abschnitt der Ortsdurchfahrt in Richtung Kolpin, die laut den Unterlagen der Kreisverwaltung zuletzt um das Jahr 1980 ertüchtigt wurde. Nach rund 40 Jahren weist die Fahrbahn dort Schäden in der Asphaltdeckschicht auf; es gibt Flickstellen. Die Straße, die derzeit zwischen 5,50 und 5,90 Meter breit ist, soll im Zuge des vorgesehenen grundhaften Ausbaus auf 6,50 Meter verbreitert werden. Stattfinden soll dies nach einer planerischen Vorbereitung im Jahr 2022.

In Arensdorf soll der Abschnitt der Ortsdurchfahrt, der in Richtung Hasenfelde führt und nicht Teil der Bundesstraße 5 ist, hergerichtet werden. Auch dort ist ein grundhafter Ausbau vorgesehen. Auch dort erfolgte der zurückliegende Ausbau um 1980, seitdem gab es lediglich Unterhaltungsmaßnahmen. Bislang sind lokal ausgebesserte Stellen vorhanden, der Fahrbahnaufbau ist nach heutigen Maßstäben zu gering, ein Entwässerungssystem gibt es nur punktuell, heißt es vom Sachgebiet für Kreisliche Infrastruktur und Straßenaufsicht in Beeskow.

Die knapp 600 Meter lange Passage soll ebenfalls im Jahr 2022 angegangen werden. Zwischen Briesenluch und dem Abzweig Kummerallee kurz vor dem Ortseingang von Markgrafpieske geht es um ein gut 700 Meter langes Stück Straße. Dort existieren aktuell "erhebliche" Fahrbahnschäden, Flickstellen, Risse und Verformungen. Zudem sind in Teilbereichen Aufwölbungen durch eingewachsene Wurzeln von Straßenbäumen aufgetreten. Durch Kuppen und Senken sind die Sichtverhältnisse eingeschränkt. Nach der vorgesehenen Erneuerung 2021 soll die Straße dort durchgängig sechs Meter breit sein. Das ist mehr als aktuell – daher müssen Straßenbäume gefällt werden, als Ersatz soll eine neue Allee angelegt werden.

1249 Fahrzeuge am Tag

Die teuerste der drei Maßnahmen ist der Ausbau in Reichenwalde, für den die Kämmerei mit knapp 1,7 Millionen Euro kalkuliert. Die anderen zwei Straßenbauvorhaben schlagen jeweils mit knapp einer Million Euro zu Buche. Die Kolpiner Straße in Reichenwalde ist auch der am stärksten befahrene Abschnitt. Bei einer Verkehrzählung im August wurden dort 1249 Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden ermittelt, davon 69 Lastwagen und 19 Busse des öffentlichen Nahverkehrs. In Arensdorf ergab die Erhebung 1032 Fahrzeuge am Tag, zwischen Markgrafpieske und Briesenluch 860.

Was für alle drei Straßen noch aussteht, sind die finalen Beschlüsse der Planung und der Baumaßnahmen durch den Kreistag. Sie stehen in der Sitzung am 4. Dezember auf der Tagesordnung.

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