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Hobbykünstler
Kreativmarkt in Wustrau ist ein Publikumsmagnet

Weihnachtliche Dekoration: Karl-Heinz Runge arbeitet gern mit Holz.
Weihnachtliche Dekoration: Karl-Heinz Runge arbeitet gern mit Holz. © Foto: Holger Rudolph
Holger Rudolph / 17.11.2019, 15:27 Uhr
Wustrau Es dauert zwar noch gut einen Monat bis Heiligabend. Doch die richtige Dekoration sorgt in den meisten Haushalten schon Wochen vor dem Fest für Vorweihnachts-Feeling. Der Kreativmarkt Wustrau im Saal und auf dem Hof der Gaststätte "Zum alten Zieten" erwies sich am Sonnabend einmal mehr als guter Ort, um neben der Dekoration auch bereits das eine oder andere Weihnachtsgeschenk zu erwerben. Mehr als 1 000 Besucher zog es zur mittlerweile sechsten Ausgabe des Marktes.

Verkaufspodium geschaffen

Wie in den Jahren zuvor veranstaltete wieder Marie-Luise Klein gemeinsam mit ihrer Mutter Regina Bieber den Markt. Begonnen habe alles mit dem Besuch eines ähnlichen Marktes in Gnewikow vor einigen Jahren, erinnerte sich Bieber. In Wustrau-Altfriesack gebe es doch sicherlich auch viele Menschen, die in ihrer Freizeit als  Hobby Dinge herstellen, die andere gut gebrauchen können. Mit dem Markt wollten Klein und Bieber ein Verkaufspodium schaffen. Inzwischen kommen die allesamt nicht hauptberuflichen Händler aus vielen Orten des Ruppiner Landes. 27 Aussteller waren es am Sonnabend. Bieber freute sich vor allem über die Vielfalt der Angebote. Von Töpferarbeiten über Holzspielzeug, Weihnachtsschmuck, Drechseleien und Strickwaren bis hin zu Keksen und Fotografien reichte die Palette.

Damentaschen und Seifen

Bieber selbst bot handgefertigte Damen-Umhängetaschen aus Naturmaterialien an. Bei Tochter Marie-Luise Klein gab es selbst hergestellte Seifen, die nicht nur durch den angenehmen Duft, sondern auch durch die noch erkennbaren Blüten und Pflanzenteile Käufer anzogen. Karl-Heinz Runge aus Alt Ruppin ist gelernter Maler. Doch er bastelt schon seit lange gern mit Holz. Seit fünf Jahren stellt er weihnachtliche Dekorationsartikel her. Bei ihm gab es unter anderem handwerklich gefertigte und bemalte Holz-Adventskalender sowie Leuchter und Schwibbögen zu kaufen.

Das Seniorenpaar Gudrun und Hans Borngreber aus Kyritz verkaufte Schals, Stulpen, Handschuhe und kleine Wichtelmänner, alles von Gudrun selbst gestrickt. Das sei seit Jahrzehnten ihr Hobby, erzählte sie. Obwohl der Saal meist sehr gut mit Publikum gefüllt war, hätte die Nachfrage besser sein können, fand Hans Borngreber. Die Leute kauften kaum noch wärmende Sachen für den Winter. Vielleicht liege es auch am Klimawandel. Ohne harte Winter bräuchten die Menschen kaum noch dicke Kleidung. Nein, so ganz ernst habe er das natürlich nicht gemeint, ergänzte der Hobbyhändler. Vielleicht sei es aber doch gar nicht so verkehrt.

Ganze Familien gingen von Tisch zu Tisch, Kinder, Eltern und Großeltern, um hier und dort etwas zu kaufen. Wer partout nichts fand, konnte sich in der Gaststube eine wärmende Suppe schmecken lassen oder auf dem Hof Bratwurst oder Schnitzel essen. Dabei ließ sich sogar der immer wieder mal auftretende Nieselregen fast vergessen.

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