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Wie sich die Dominsel in Brandenburg an der Havel in 100 Jahren verändert hat

Th. Messerschmidt / 17.11.2019, 16:30 Uhr
Brandenburg an der Havel (MOZ) Fortsetzung (vom 10.09.) der 1926 verfassten Stadtskizze von Oberbürgermeister Walther Ausländer (1920-26): "In unmittelbarem Zusammenhang mit Brandenburg, aber als selbständiges Kommunalwesen, besteht die Domgemeinde mit dem schönen, historische Schätze bergenden Dom, der in der preußischen Geschichte besonders berühmt ist durch das Asyl, das er im Revolutionsjahr 1848 dem Preußischen Landtag gewährt hat. Mit ihrem Domstift und der Ritterakademie, der Schule des brandenburgischen Adels, bildet die Domgemeinde ein interessantes Überbleibsel aus der Feudal-Zeit, das durch seine unmittelbare Nähe zu der ganz modernen Industriestadt Brandenburg in eigenartigem Gegensatz steht…  Das typische Merkmal der Stadt bilden … die großen Industriebauten, und die modernen während des Krieges in einheitlicher Anordnung ausgebauten großen "Brennabor-Werke" mit ihren hochragenden Schornsteinen, die vielen industriellen und gewerblichen Betriebe, welche die stillfließende Havel mit der tätigen Unrast ihrer Arbeiter und dem Lärm ihrer Werkstätten begleiten, die großen zum Teil durch Elektrizität, zum Teil durch Wasserkraft betriebenen Mühlen in der altertümlichen Domgemeinde – sie drängen als Wahrzeichen einer sich modern entwickelnden Stadt die altersgrauen Türme der  ehrwürdigen Kirchen in den Hintergrund…  Im Beginn seiner industriellen Entwicklung war Brandenburg durch seine Tuchfabrikation weithin bekannt. Im Laufe der Jahrzehnte hat die Tuchindustrie ihren Weg nach der Lausitz gefunden. Brandenburg ist heute bekannt als ein Hauptsitz der Eisen verarbeitenden Industrie. Die bekannten Fahrradfabriken, die Brennabor-, Corona- und Excelsior-Werke, die Elisabethhütte, die Weltruf genießende Blech-Spielzeug-Fabrik E. P. Lehmann, die ansehnliche Schiffswerft von Wiemann erhärten dies. Dazu kommt als neuere bedeutende Gründung das Hütten- und Walzwerk Weber, nunmehr eine Filiale des Montan-Konzerns Deutsch-Luxemburg."

Fortsetzung folgt

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