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Fußball
Kämpferisch alles gegeben

Gut gegengehalten: Unions Reserve leistete guten Widerstand gegen den drei Klassen höher spielenden Gegner.
Gut gegengehalten: Unions Reserve leistete guten Widerstand gegen den drei Klassen höher spielenden Gegner. © Foto: Britta Gallrein
Britta Gallrein / 18.11.2019, 02:15 Uhr
Klosterfelde Die ganz große Überraschung blieb am Ende aus. Im Freitagabendspiel im Kreispokal unterlag die Reserve von Union Klosterfelde den Gästen von BW Leegebruch, die sonst in der Kreisoberliga und damit drei Klassen höher spielen, am Ende deutlich mit 0:4. Doch die Unioner hielten auf dem Sportlatz an der Mühlenstraße gut mit und wurden zu Recht von den eigenen Fans mit Applaus in die Kabine geschickt.

Gäste lösen Viertelfinal-Ticket

Durch Tore von Thomas Guggenberger, Phillip Bonnie und Declan Nassar hatten sich die Gäste aus Leegebruch das erste Ticket für das Viertelfinale im Kreispokal gesichert und feierten ihren Sieg ausgelassen auf dem Rasen.

Ein Drei-Klassen-Unterschied sah man vor allem am Anfang nicht. Doch dann hatte Guggenberger per langem Lupfer über Union-Keeper Jeremy Hentsch hinweg sein Team auf die Siegerstraße gebracht. Kurz darauf wurde ein Leegebrucher an der Strafraumgrenze gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Guggenberger zum 2:0 für die Gäste, die sich in der Folge dann doch als das bessere Team erwiesen und in Hälfte zwei noch zwei Treffer nachlegten. Die Gastgeber konnten sehr gute Chancen durch Mamoudou Camara, der zweimal nur noch den Keeper vor sich hatte, nicht nutzen. "Ich bin stolz auf mein Team", befand Unions Spielertrainer Benjamin Bluhm im Anschluss. "Wir waren selber erstaunt, dass Leegebruch jetzt nicht so überlegen war und wir auch Chancen hatten. Wir waren kämpferisch da und haben alles gegeben, aber am Ende war es dann auch ein verdientes 4:0 für Leegebruch."

In der Liga läuft es für die Unioner super, die momentan mit drei Punkten Vorsprung die Tabelle in der 2. Kreisklasse anführen. Dabei können die Barnimer auf einen breiten Kader blicken. "Wir sind 20 bis 25 Mann, davon sind immer rund 16 Leute beim Training, da macht das natürlich total viel Spaß", erklärt Bluhm.

Echte multi-kulti Truppe

Und die Unioner sind eine echte multi-kulti Truppe. Hier kicken verschiedenste Nationen von Spielern, die derzeit im Asylbewerberheim in Wandlitz leben. "Die sind absolut zuverlässig, sind immer beim Training da und menschlich passt es einfach sehr gut", freut sich Bluhm, der sich notfalls auch mal mit Händen und Füßen mit seinen Jungs verständigt. "Aber die meisten sprechen auch immer besser deutsch und die Verständigung klappt sehr gut. Ich bin froh, dass sie da sind." Jetzt geht es für sein Team in die viermonatige Winterpause in der 2. Kreisklasse.

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