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Das Einzelhandelsunternehmen will den veralteten Gebäudekomplex in Angermünde entfernen und durch einen modernen Markt ersetzen.

Handel
Abriss und Neubau bei Rewe

Verwinkelt und in die Jahre gekommen: Der Gebäudekomplex des Rewe-Marktes in Angermünde soll in den nächsten Jahren komplett abgerissen werden, um hier einen modernen Neubau errichten zu können. Der denkmalgeschützte Schornstein bleibt erhalten.
Verwinkelt und in die Jahre gekommen: Der Gebäudekomplex des Rewe-Marktes in Angermünde soll in den nächsten Jahren komplett abgerissen werden, um hier einen modernen Neubau errichten zu können. Der denkmalgeschützte Schornstein bleibt erhalten. © Foto: Wilfried Bergholz
Daniela Windolff / 20.11.2019, 06:00 Uhr
Angermünde (MOZ) Die Tage des alten Uckermark-Centers in der Prenzlauer Straße sind gezählt. Die Eigentümerin, die Firma Rewe Markt Teltow, die die gesamte Immobilie vor zwei Jahren übernommen hat, will den verwinkelten, in die Jahre gekommenen Gebäudekomplex abreißen und an diesem Standort neu bauen. Lieber heute als morgen. Darauf warten auch die Angermünder sehnsüchtig, denn inzwischen wird das bereits teilweise leer gezogene Objekt durch Vandalismus immer wieder stark beschädigt und droht, zum Schandfleck zu verkommen.

Doch bis tatsächlich abgerissen und neugebaut wird, vergeht noch mindestens ein Jahr. Nach diversen vorlaufenden Beratungen auch mit der Stadtverwaltung hat Rewe bereits Anfang des Jahres 2018 einen Antrag zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes gestellt, um damit Rechtssicherheit für den kompletten Abbruch des Uckermark-Centers einschließlich des Parkplatzes sowie einen Neubau zu erhalten. Inzwischen laufen die Planungen und öffentlichen Beteiligungen für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan, der derzeit in den Fachausschüssen sowie im Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung beraten wird. Rewe will am Standort in der Prenzlauer Straße einen neuen modernen Lebensmittelmarkt mit weiteren kleineren Einzelhandelsgeschäften oder Dienstleistern errichten. Dabei soll künftig auf Büros und Wohnungen verzichtet werden. Die Mischnutzung von Wohnen und Einzelhandel mit starkem Kundenverkehr und Öffnungszeiten wochentags von 7 bis 22 Uhr habe sich als unattraktiv erwiesen. Deshalb wolle man sich auf den Erhalt und die Stärkung des Einzelhandels beschränken.

Das bisherige etwa 25 Jahre alte Gebäude entspricht nicht mehr dem heutigen Standard für einen Lebensmittelvollsortimenter als Frischemarkt. Und auch die Bausubstanz ist marode, der Energiebedarf extrem hoch.

Geplant ist im ersten Bauabschnitt der Neubau eines modernen Gebäudes mit einer Verkaufsfläche von 3228 Quadratmetern für den Rewe-Markt mit Bäcker. Bisher besitzt der Rewe-Markt, früher Extra, eine Verkaufsfläche von 2511 Quadratmetern.

Hinzu kommen weitere insgesamt rund 950 Quadratmeter Verkaufsfläche für andere Geschäfte im Center. Im Neubau ist ebenfalls Platz für weitere Geschäfte vorgesehen, die sich hier einmieten können, darunter 1267 Quadratmeter für einen Fachmarkt und 486 Quadratmeter für drei Shops, sodass eine Gesamtverkaufsfläche von 4981 Quadratmetern entsteht. Dabei stimmt sich Rewe mit der Stadt auch auf Grundlage des beschlossenen Angermünder Einzelhandelskonzeptes ab, zum Beispiel über bestimmte Sortimentsangebote, um bestehende Einzelhandelsgeschäfte in der Altstadt nicht zu gefährden.

Gehweg zum Wohngebiet

Parallel zum Neubau des Gebäudekomplexes soll auch der Parkplatz neu gestaltet werden. Das Gebäude rückt etwas in den hinteren Teil des Grundstückes. Die Stellflächen werden davor angeordnet und mit Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern von der Straßenfront abgeschirmt. Der denkmalgeschützte Schornstein im Innenhof des Gebäudekomplexes, der von der ehemaligen Baustoffhandlung auf dem sogenannten Schleyerschen Grundstück bis heute erhalten blieb, soll bestehen bleiben. Er trägt auch ein Storchenhorst, das allerdings seit einigen Jahren nicht mehr bewohnt ist.

Außerdem will Rewe den Weg zwischen dem Wohngebiet Templiner Straße und dem Marktgelände auf eigene Kosten als befestigten Gehweg mit Wegerecht herstellen. Bisher ist er eher ein Trampelpfad, der als Abkürzung durch den Garagenkomplex führt.

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