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Bombendrohung bei Gerhard Schröder
Elf Monate Haft für Berliner

Der Mann hatte per Telefon gedroht, eine Bombe auf der Geburtstagsfeier von Gerhard Schröder entzünden zu wollen.
Der Mann hatte per Telefon gedroht, eine Bombe auf der Geburtstagsfeier von Gerhard Schröder entzünden zu wollen. © Foto: Frank Molter/dpa
dpa / 21.11.2019, 17:21 Uhr - Aktualisiert 21.11.2019, 17:32
Frankfurt/Main (dpa) Wegen einer Bombendrohung bei der Geburtstagsfeier von Altbundeskanzler Gerhard Schröder hat das Landgericht Frankfurt einen 42-jährigen Berliner zu elf Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Die Richter des Revisionsverfahrens ordneten zudem die Unterbringung des Berliners in einer Entzugsanstalt an. Mit einer telefonischen Bombendrohung hatte der Mann 2014 die Geburtstagsfeier in einem Kronberger Hotel im Hochtaunus gestört. (Aktenzeichen 6140 Js 219408/14)

Der Angeklagte hatte bei dem Hotel angerufen und gesagt: "Habe Bombe gelegt. In einer Stunde. Tschüss." Daraufhin wurden 92 Personen, darunter auch die Geburtstagsgesellschaft Schröders, evakuiert. Dem Hotel entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro. Das Landgericht hatte den Mann im August 2017 zunächst zu sechs Monaten Bewährungsstrafe wegen Bedrohung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft erreichte in der Revision allerdings die Aufhebung des Urteils durch das Oberlandesgericht, da auch der Tatbestand der Störung des öffentlichen Friedens in Betracht komme.

Im Urteil des neuen Prozesses hieß es nun, die vielen einschlägigen Vorstrafen des Mannes ließen eine Bewährungsstrafe nicht mehr zu. Er hatte vor Gericht den Anruf gestanden und ihn mit seinem "Ärger über die Ungerechtigkeit der Welt" begründet, der ihn regelmäßig nach dem Konsum größerer Mengen Alkohols befalle. Das Gericht ordnete deshalb die Unterbringung in einer Klinik an. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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