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Seniorenverein
Altmeister des Handwerks feiern in Diedersdorf

Cornelia Link-Adam / 21.11.2019, 18:54 Uhr - Aktualisiert 22.11.2019, 15:25
Diedersdorf (MOZ) Früher haben sie Häuser gebaut, Elektroanlagen installiert oder Wände gemalert. Heute genießen sie ihren Ruhestand: Die Altmeister des Handwerks aus der Region. In der Diedersdorfer Gaststätte "Zum Ulmenhof" haben sie sich am Mittwochnachmittag zur traditionellen Jahresabschlussfeier getroffen. Dabei gab es neben Geselligkeit auch den Blick auf die heutige Situation des Handwerks und sogar Auszeichnungen.

Organisiert hatte die Zusammenkunft der Seniorenverein "Märkisch-Oderland" der Altmeister der ehemaligen Kreishandwerkerschaft MOL. Jetzt gehört man aber zur Kreishandwerkerschaft Frankfurt/Eisenhüttenstadt, sprich Oderland, erklärte der Vereinsvorsitzende Manfred Elsner.

Seniorenverein macht Angebote

Auch wenn es die MOL-Kreishandwerkerschaft eigenständig nicht mehr gebe, "wir als Verein machen weiter, treffen uns regelmäßig", so Elsner. So mache man für die Altmeister über das Jahr verteilt immer wieder Angebote zum Zusammenkommen. Für 2019 zog der Seelower auch Bilanz. "Die Handwerkskammer Frankfurt und das Versorgungswerk haben großen Anteil an der Ausstattung der Feiern." Aktuell gebe es noch 32 Mitglieder, drei seien dieses Jahr verstorben. Im Februar habe der Seniorenverein bei der Mitgliederversammlung den Vorstand neu gewählt, den Arbeitsplan für 2019 erstellt. Allen gut gefallen habe auch der Bildervortrag über die zweitägige Bundestagsfahrt nach Berlin. "Das war ein einmaliges Erlebnis, vielen Dank dafür auch nochmal an den Bundestagsabgeordneten Hans-Georg von der Marwitz", so Manfred Elsner. Im Juni sei man mit den Altmeistern per Bus nach Zielona Gora (Polen) gefahren und habe sich es sich in einem Landgasthaus gemütlich gemacht. "Dabei waren 42 Mitglieder und Gäste, das hat allen gut gefallen", bilanzierte der Vereinschef.

Darüber hinaus besuchte der Vorstand bei Jubiläen die Altmeister, überreichte Blumen und Präsente. "Zehn Mal wird das bis Jahresende sicherlich sein", so Elsner, der auch noch von dert Fahrt zum Oktober- und Kartoffelfest in Zechlin bei Rheinsberg im Herbst berichtete. "Als Jahresabschluss kommen wir heute zusammen und es wieder gut besucht", freute er sich. Das stimmte. Gut 70 Senioren tummelten sich im Saal, die Altmeister mit ihren Ehepartner und Gäste. Die Senioren, schon zur Begrüßung beschenkt mit einer Flasche Sekt, genossen nach Elsners Rede erstmal den Kuchen und plauschten über alte Zeiten. Das dokumentierte auch Altmeister Horst Seelig, bekannt auch als Seelows Stadtfotograf.

Der Seniorenverein "Märkisch-Oderland" hat mit Mitgliedern und Altmeistern des Handwerks aus dem Einzugsgebiet der ehemaligen Kreishandwerkerschaft MOL in der Diedersdorfer Gaststätte "Zum Ulmenhof" seine Jahresabschlussfeier durchgeführt. 70 Besucher erfreuten sich an der Kaffeerunde und Vereinsbilanz von Manfred Elsner. Grußworte sprachen auch Jürgen Böttcher (Handwerkskammer) und Seelows Bürgermeister Jörg Schröder. Zum 55-jährigen Meister-Jubiläum wurde Eberhard Petschack (Frankfurt, arbeitete einst in Marxwalde) ausgezeichnet. Mit Sängerin Angela Weidner und Büfett ging es gesellig bis weit in den Abend.
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Als der Kaffeedurst gelöscht war, übermittelte Jürgen Böttcher Grußworte von der Handwerkskammer Frankfurt und dem Versorgungswerk. "Toll, dass der Seniorenverein MOL immer noch so aktiv ist. Meister bewahren Tradition und führen diese zugleich in die Zukunft." Böttcher gab auch noch einen Blick auf die gute Situation des Handwerks in der Region (siehe Infokasten). Das hörten die Altmeister mit ihrem geballten Wissen hunderter Jahre Handwerksarbeit gern. Auch, als Seelows Bürgermeister Jörg Schröder ausführlich über Bau-Projekte – abgeschlossene und künftige – berichtete. Gern kam auch er wieder zur Feier. "Seelow entwickelt sich als Anker im ländlichen Raum."

Meisterstück in Küstrin-Kietz

Doch nicht nur aus Seelow kamen die Senioren mit mehr als 50 Jahren Meisterschein in der Tasche. Manfred Elsner gratulierte Eberhard Petschack zum 55. Jubiläum als Meister mit Blumen und Urkunde. "Ich war früher Elektrohandwerker bei PGH Dynamo in Marxwalde, später hieß es ja Neuhardenberg", erzählte der Frankfurter (78). An sein Meisterstück vor 55 Jahren konnte er sich auch noch erinnern. "Ich habe das Heizhaus in Küstrin-Kietz auf der LPG installiert", sagt Petschack und erfreute sich mit den anderen auch noch an Sängerin Angela Weidner und das Abend-Bufett.

Aktuelle Situation des Handwerks in der Region

Die Geschäftslage ist positiv, sagte Jürgen Böttcher von der Frankfurter Handwerkskammer beim Altmeister-Fest. 3760 Firmen seien aktuell in MOL angesiedelt. Der Bauboom halte an. Volle Auftragsbücher hätten die Bauerrichtungsfirmen, Ausbaufirmen, gut zu tun auch die Gesundheitsberufe. Gedämpfter sei es dagegen bei Dienstleistern und Zulieferer-Firmen. "Generell sind die Umsätze stabil, dafür aber weniger dynamisch als im Vorjahr." Böttcher lobte die Politik wegen der Rückkehr zur Meisterpflicht in zwölf Berufen ab 2020, warb für Zuschüsse (Meisterbonus) und das neue Azubiticket (365 Euro/Jahr). ⇥co

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