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Sicherheit
Gefährlicher Schulweg in Fünfeichen

Viel befahrene Bundesstraße: Ein Lkw passiert die Stelle, an der die Fußgängerampel errichtet werden soll.
Viel befahrene Bundesstraße: Ein Lkw passiert die Stelle, an der die Fußgängerampel errichtet werden soll. © Foto: Frank Groneberg
Frank Groneberg / 22.11.2019, 07:00 Uhr
Fünfeichen (MOZ) Hier muss wirklich ganz, ganz schnell gehandelt werden, auf jeden Fall noch vor dem Jahreswechsel", sagt Monika Senzel bestimmt. "Und ich bin optimistisch, dass die Maßnahme auch ganz schnell umgesetzt werden wird", ist die Bürgermeisterin der Gemeinde Schlaubetal überzeugt.

Worum es geht? In diesem Fall geht es nicht einfach nur um das Wohl der Gemeinde Schlaubetal. Es geht um die Kinder, um deren Sicherheit. Denn für viele der Mädchen und Jungen aus Fünf­eichen ist der tägliche Weg zur Grundschule seit Schuljahresbeginn ein besonders gefährlicher. Weil sie im Ort die Bundesstraße B 246, die hier sehr breit und gerade im Berufsverkehr sehr stark befahren ist, ohne Ampel, Fußgängerüberweg oder irgendeine andere Sicherheitsvorrichtung überqueren müssen.

Die Situation ist folgende. Die B 246, die hier Ernst-Thälmann-Straße heißt, hat zwischen dem östlichen Ortseingang (aus Richtung Eisenhüttenstadt) und der Kreuzung, an der zur Schule abgebogen werden muss, zwar auf beiden Seiten Gehwege. Auf der südlichen Straßenseite endet der Gehweg aber lange vor der Kreuzung. Bisher war das kein Problem, da die Schüler eine sichere Abkürzung nehmen konnten – einen Trampelpfad, der von der B 246 aus über eine Wiese direkt zur Schule führte. Mit Duldung des Grundstückseigentümers.

In den Sommerferien wurde das betreffende Grundstück aber verkauft. Der neue Eigentümer hat sein Grundstück gesichert und den Trampelpfad gesperrt – "was sein gutes Recht ist", betont Monika Senzel und verweist beispielsweise auf die Haftung des Grundstückseigentümers für den Fall, dass sich Kinder auf diesem Trampelpfad verletzen.

Mit der Sperrung des Trampelpfades wurde der Schulweg für alle Kinder, die südlich der B 246 wohnen (zum Beispiel in der Siedlung Am Hutberg), zu einem besonders gefährlichen – weil sie die Bundesstraße seitdem zweimal queren müssen. Die neu gewählte Gemeindevertretung überlegte, wie der Schulweg wieder sicher gemacht werden kann. Ihre Idee: Hinter der Kreuzung der B 246 mit der Diehloer und der Förstereistraße wird temporär eine Fußgängerampel errichtet. Dort könnten die Kinder dann die Straße überqueren und weiterlaufen bis zur nächsten Kreuzung, wo es bereits seit Jahren eine Fußgängerampel gibt.

Grundhafter Ausbau geplant

Doch warum temporär? "Die B 246 wird bei uns in den nächsten Jahren grundhaft ausgebaut", weiß Monika Senzel. Dann sollen an mehreren Stellen Fußgänger­inseln, sogenannte Querungshilfen, errichtet werden. "Dann ist die Sicherheit beim Überqueren der Straße gegeben." Bis dahin aber – so betont sie – müsse eine vorübergehende Lösung her. "Wir sind mit dem Landesbetrieb Straßenwesen im Gespräch, mit dem Straßenverkehrsamt Oder-Spree und auch der Landrat weiß Bescheid", erklärt die Bürgermeisterin. In Kürze werde es einen Vor-Ort-Termin geben mit Vertretern der genannten Behörden, der Amtsverwaltung Schlaubetal und des Staatlichen Schulamtes. Danach – so hoffen die Gemeindevertreter und Monika Senzel – werde schnell gehandelt. Denn: "Wir fühlen uns als Gemeinde dazu verpflichtet, für einen sicheren Schulweg zu sorgen."

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