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Kinder
Glücklich im neuen Domizil der Reichenberger Kita

Thomas Berger / 22.11.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 22.11.2019, 08:17
Reichenberg (MOZ) Minna, Billi, Linus, Emma und die anderen greifen auf dem Teller, der von einem Ende des Tisches zum anderen herumgereicht wird, beherzt zu: Es gibt Möhrenstückchen, Kiwi und Orangen, eine leckere vormittägliche Vitaminspritze. Dazu wahlweise ein paar Schlucke Tee oder Wasser, auf Wunsch der Mädchen und Jungen von Heinke Wiesinger und Michelle Lüben nachgeschenkt. Kleine Pause für die Jüngsten, die Krippen-Gruppe, bevor es vor dem später anstehenden Mittagessen noch mal in eine neue Runde voller Spiel und Entdeckungen geht.

Seit zweieinhalb Wochen hat sich die Reichenberger Kita nun an ihrem neuem Standort im Lebenszentrum "Thomas Müntzer" eingerichtet. Und wie Leiterin Heinke Wiesinger betont, fühlen sich hier alle pudelwohl. "Die Älteren haben ihren Eltern oder uns gegenüber sogar gesagt, dass sie nicht mehr zurück wollen", auch den Kleinen ist anzumerken, wie gut es ihnen in den großzügigen und nun mit allem fertig eingerichteten Räumlichkeiten geht.

Zwei Räume für die Kleinsten

Zwei Räume haben die Krippenkinder zu ihrer Verfügung. Der, in dem jetzt gerade die kleine Obst-Gemüse-Pause am Tisch eingelegt wird, und nebenan den anderen mit Elementen für viel Bewegung, zum Klettern und Hüpfen. Dazu die Puppenecke und eine kleine Bude: "Zum Verstecken oder wo auch mal ein Buch angeschaut wird", wie die Leiterin erklärt.

Bei den größeren Kindern nebenan ging es gerade noch etwas turbulenter zu, jetzt ist es ein kleines Weilchen ziemlich still. Die Jungs haben sich um ein aufgeschlagenes Buch und mehrere Figuren mit dicken Beinen und langen Hälsen versammelt. Dinosaurier sind das Thema, und Erzieherin Jana Dobritius liest und erzählt von den Tieren, die einst in grauer Vorzeit die Erde bevölkerten und bis heute nicht nur für die Steppkes Faszination ausüben. Nebenan haben sich die Mädchen zurückgezogen. Einige spielen am Puppenhaus, Leonie und Fiona sind beim Basteln. Der Kreativbereich ist das, erklärt die Chefin.

Zu den Mahlzeiten wechselt der Raum vorübergehend seine Bestimmung, wird zum "Kinderrestaurant". Die Kinder helfen mit beim Tischdecken: "Wir versuchen, sie weitgehend einzubinden, die Selbstständigkeit zu fördern", erläutert Heinke Wiesinger eine Säule des pädagogischen Ansatzes, den das kleine Team verfolgt.

Schon zum vergangenen Jahreswechsel hatte der DRK-Kreisverband, mit dem auch der Förderverein Gesundheitszentrum "Thomas Müntzer" kurz zuvor fusionierte, die Kita in seine Trägerschaft übernommen. Bereits seit dem Frühling waren die neuen Räume rein praktisch einzugsbereit, ausstehende Genehmigungen und andere Fragen zogen sich aber noch hin. Am 1. November erfolgte nun mit Sack und Pack der Umzug. "Es war ohnehin ein geplanter Schließtag", sagt die Leiterin, also kein Alltagsbetrieb nebenher, sondern volle Kräfte, um das vom DRK samt Fahrer vor allem zum Möbeltransport bereitgestellte Fahrzeug gemeinsam zu be- und am anderen Dorfende wieder zu entladen. Auch eine Ersatz-Putzkraft, weil die kitaeigene gerade im Urlaub war, hatte der Träger noch organisiert.

Neben dem Erzieherteam und dem Hausmeister packten auch Eltern und aktivierte Vereinsmitglieder zu, ebenso am Folgetag, berichtet Heinke Wiesinger voller Dankbarkeit für die vielfältige Unterstützung. So ein Umzug ist schließlich keine Kleinigkeit. Ein paar Spielsachen, die die Kinder als vorübergehend entbehrlich aussortiert hatten, waren schon vorab ins kaum wiederzuerkennende ehemalige Schulgebäude gebracht worden. Und auch sonst hatten die Steppkes sich immer mal wieder zwischendurch vom Fortgang der Bauarbeiten ein Bild gemacht oder schon mal ein paar Schritte in den neuen Räumen unternommen.

25 Kinder sind es derzeit, bei einer aktuellen  Kapazität von 28, darunter zehn im Krippenbereich. Dank einer zusätzlich eingezogenen Wand ist ausreichend Platz in den zwei Räumen für insgesamt 14 der Kleinsten, beim Ministerium sei auch eine Kapazitätserweiterung beantragt. Schließlich gibt es schon acht Neuanmeldungen für 2020, je zur Hälfte im ersten Halbjahr bzw. später für das neue Schuljahr. Und auch personeller Zuwachs im Team sei dann natürlich noch nötig, Interessierte können sich bereits melden.

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