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Kommunalpolitik
FÜR fordert eine generell neue Planung

Kinder spielen am in einer Kinderkrippe.
Kinder spielen am in einer Kinderkrippe. © Foto: Julian Stratenschulte
Thomas Berger / 22.11.2019, 07:30 Uhr
Rehfelde Ein grundlegende Neuüberlegung in Sachen Hortneubau, derzeit das größte Thema der örtlichen Politik, hat die Fraktion FÜR Rehfelde, Werder, Zinndorf in einem Positionspapier angeregt. Bezugnehmend auf die als durchaus konstruktiv bewerteten Beratungen in der jüngsten Sitzung des Sonderausschusses mit einem Fahrplan für Umplanungen sowie auf die finanzielle Lage der Gemeinde, fordert FÜR zur Lösung des Zielkonflikts eine gravierende Reduzierung dessen, was zuletzt als Entwurf vorlag, statt nur kleiner Änderungen, die nicht mehr als 1,5 Millionen Euro Einsparung bringen.

Knackpunkt sei die Verteuerung der Investition von ursprünglich vier auf derzeit geschätzte 10,3 Millionen Euro und der Hinweis der Kämmerei auf eine generell "angespannte" Haushaltslage ab 2019. "Man muss daher den Mut aufbringen, das Projekt als solches wieder darauf herunterzubrechen, was es einmal war: Ein Erweiterungsbau für den Schulhort. Nicht weniger, aber auch nicht mehr", fordert FÜR. Klar verneint wird der Bedarf nach einem "Multifunktionsgebäude". Angesichts der alten Aula, der frisch sanierten Turnhalle, die mit geringem Aufwand auch für andere Veranstaltungen ausgerüstet werden könne, des Bürgersaals, des Saals in der Gaststätte "Zur alten Linde" und des laut städtebaulichen Vertrags im Quartier "Mühlenfließ" geplanten "Festsaals" sei kein Bedarf für einen 250-Personen-Saal im Hortgebäude erkennbar.

Gegen Großküche im Hort

Ein klares Bekenntnis legt die Fraktion hinsichtlich der Notwendigkeit guter, neuer Räume für die Bibliothek ab. Auch dies müsse nicht auf dem Schulgelände sein – als Idee genannt wird als alternativer Standort die alte Sparkasse. Eine andere Möglichkeit bestehe im schon erwähnten Quartier "Mühlenfließ". Ein klares Nein setzt FÜR hinter die laufenden Überlegungen einer umfassenden Kommunalküche auf dem Schulcampus. Das Positionspapier spricht sich für den Erhalt und Ausbau der bestehenden Küche in der "Fuchsbau"-Kita aus. Das mache aus Sicht pädagogischer Ansicht sowie der Kosteneinsparung, gerade beim Personal, mehr Sinn. Unbedingt erhaltenswert sei das Herausstellungsmerkmal im Kitaangebot, dass dort selbst gekocht werde. Zudem wendet sich FÜR klar gegen die Hackschnitzelanlage. Aus ihrer Sicht gebe es wirtschaftlich und ökologisch bessere Alternativen.

Neben einer Variante A (reines Hortgebäude) will FÜR auch eine Variante B in die Debatte einbringen: Neubau eines Schulgebäudes bei Umnutzung des Altbaus (Schule "Haus 1") für Hort, Bibliothek und Heimatstube.

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Rudolf Heller 22.11.2019 - 12:48:08

Fragliche Diskussion

Diese Positionspapier setzt die mehr als fragliche Tätigkeit dieser Fraktion fort. Halbwissen wird als Einsteins Relativitätstheorie verkauft, Zahlen falsch dargelegt und interpretiert, Sachargumente nicht zur Kenntnis genommen. Zur Sachlage, der jetzt genehmigungsreife Plan des Horts mit einer multifunktionalen Nutzung kostet in der Planung ca. 9,5 Mio € Einsparpotential gäbe es mit 600 T € bei den Aussenanlagen und ca. 900 T € bei dem geplanten Verbindungsbau. Dem Plan zugrunde liegend sind die Bedarfszahlen analog der Anzahl der Hortkinder, nicht mehr und nicht weniger. Durch die jetz angeregte Diskussion, die mehrheitsgetragen ist, würden ca 450 T € neue Planungskosten auf die Gemeinde zukommen, wir hätten einen Bauverzug von ca. 2 Jahren bei der wir ca 150 T € Kosten für Containerlösungen hätten. Der Bauverzug von ca 2 Jahren bringt eine vorraussichtliche Kostensteigerung mit ggf neuen Auflagen von 10%, bei verbleibenden Baukosten von 8 Mio € sind das weitere 800 T € . Eine Erweiterung der Kita-Küche schlüge mit mindestens 500 T € zu Buche und würde eine 2. Grossbaustelle eröffnen und die Kita weiteren Aussenspielbereich für die Kinder verlieren Was sparen wir also ein? Nichts! wir verlieren Zeit für unsere Kinder, haben höhere Kosten und verlieren Mehrwert. Jeder 4. Klässer versteht das, die Fraktion FÜR leider nicht. Gerade der Leitung des zeitweisen Ausschuss für dieses Projekt müsste das klar sein. Leider ist diese Form des Einbringens in die Geschicke die letzten Monate, durch diese Fraktion Tagesgesschäft und mehr als ermüdend. Zur Hackschnitzelheizung haben wir nach über 2 jähriger Prüfung Beschlüsse gefasst, Überlegungen zur eigenen Produktion der Wärmequelle angestellt, Kostenvergleiche erstellt, ökologische Einflüsse geprüft. Es gibt keine preiswertere Wärmebereitstellung, durch eine ca 80%ige Förderung, es gibt für die anzuschliessenden Wohngebäude und deren Mieter keine preiswertere Wärmelieferungsmöglichkeit und wir sparen ca 100 Tonnen CO2 im Jahr. Aus meiner Sicht also alternativlos. Vielleicht sollte man mal überlegen, das die Herren eben die Beschlüsse die sie jetzt anzweifeln, bis zur Kommunalwahl mitgetragen haben. Wer vermutet das sich hinter dem plötzlichen Sinneswandel nicht das Wohl Rehfeldes im Vordergrund steht sonder hier versucht wird gemeindliche Projekte als eigene Leuchturmprojekte zu installieren wird wohl nicht falsch liegen. Nur ganz zum Schluss, die klare Aussage des Kämmerers war, dass es nie in Frage stand dieses Projekt zustemmen. Nur wer weder Visionen hat, gegen jedwede Entwicklung ist, Zahlen falsch oder garnicht interpretiert, der sollte sich lieber um die Belange seines Vorgartens kümmern und nicht um die Geschicke unserer Gemeinde.

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