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Vermisster
Happy End in Rüthnick

In Rüthnick wurde ein 71-Jähriger im Wald gesucht
In Rüthnick wurde ein 71-Jähriger im Wald gesucht © Foto: Becker/Bredel
Ulrike Gawande / 22.11.2019, 14:26 Uhr - Aktualisiert 22.11.2019, 17:21
Rüthnick (MOZ) Große Freude herrschte am Freitagmorgen, als ein 71-jähriger Rüthnicker wohlbehalten wieder zu Hause angetroffen wurde. Seit Mittwoch war er verschwunden. Verwandte hatten ihn am 20. November um 22 Uhr bei der Polizei als vermisst gemeldet, berichtet Polizeisprecherin Dörte Röhrs. Zuletzt war der Senior am Mittwochmorgen gesehen worden, als er mit unbekanntem Ziel mit seinem Auto davon gefahren war. Da er kein Telefon dabei hatte und sonst nicht in der Dunkelheit mit dem Auto unterwegs ist, machten sich die Verwandten Sorgen und informierten die Polizei. Die leitete daraufhin Suchmaßnahmen ein und überprüfte sämtliche Krankenhäuser. Ohne Erfolg.

Am Donnerstag um 14 Uhr wurde dann im Wald bei Ludwigsaue (Oberhavel) das Auto des Vermissten gefunden. "Es war abgeschlossen", berichtet Dörte Röhrs. "Offenbar hatte sich der Mann festgefahren." Ein Mitarbeiter der Bundesforst hatte zudem eine männliche Person gesehen, weshalb die Suche intensiviert und ein Fährtenspürhund eingesetzt wurde.

Da dieser nicht fündig wurde, kam die in Oranienburg ansässige BRH Rettungshundestaffel Berlin zum Einsatz, die durch Kräfte der Rettungshundestaffel des DRK KV Berlin-Zentrum und der BRH Rettungshundestaffel Brandenburg unterstützt wurde. Bis circa 2 Uhr durchsuchten über 30 Einsatzkräfte mit 17 Hunden ein großes Waldgebiet. Aber auch diese Suche blieb, vermutlich wegen des Regens, ohne Ergebnis, so die Polizeisprecherin. Wegen der Witterung konnte zudem der Polizeihubschrauber nicht zum Einsatz kommen.

Freitagmorgen sei der Fall dann noch einmal überprüft worden. Und vor 9 Uhr wurde festgestellt, dass der Mann wieder zu Hause angekommen war. Weil er dehydriert, unterkühlt und auch verwirrt war, wurde der 71-Jährige mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Über sein Verschwinden berichtete er, so Dörte Röhrs, dass er versucht habe, nach Hause zu finden.

"Die erste Nacht hat er im Auto geschlafen, die zweite auf einem Hochsitz. Am Freitag hat er dann jemanden getroffen, der ihn nach Hause gefahren hat." So ging alles noch einmal gut aus und die Suche am Freitag, die sein Sohn über Facebook organisiert hatte, konnte abgesagt werden.

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