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Geheimnis eines Lebens
Oma-Spionin Judi Dench

Geheimnis eines Lebens
Geheimnis eines Lebens © Foto: eOne
Stefan Klug / 22.11.2019, 14:27 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Mit knapp 80 Jahren sieht sich Joan Stanley dem Vorwurf der Spionage ausgesetzt. Als junge Frau soll sie den Russen Unterlagen zugespielt haben, mit denen die die Atom-Bombe bauen konnten. Joans Sohn, ein Anwalt, steht der Mutter bei den Vernehmungen bei und muss erleben und feststellen, dass er die Frau, die er sein ganzes Leben lang schon erlebt hat, eigentlich nicht wirklich kennt. Denn tatsächlich war Joan ab der Hälfte des II. Weltkrieges an einem Geheimprojekt der Briten beteiligt, eine eigene Atom-Waffe zu entwickeln. Und wie es scheint hatte Stanley mehr als nur eine Freundschaftsbeziehung zu einem jungen Mann, der für den sowjetischen Geheimdienst gearbeitet hat. Doch macht sie das gleich zur Spionin?

Trevor Nunn beantwortet die Frage, indem er die Geschichte im ständigen Wechsel der Orte und Zeiten erzählt. So kann sich der Zuschauer selbst ein Bild von den Geschehnissen, aber vor allem den Beweggründen der Beteiligten machen. Judi Dench gibt dabei die als Oma-Spionin bekannt gewordene Dame, während Sophie Cookson die junge Joan spielt. Der kommt deutlich mehr Leinwandzeit zu, was natürlich in der Natur der Sache liegt. Nunn langweilt den Zuschauer nicht mit langen Erklärungen, sondern lässt Dench nur für vor allem emotionale Äußerungen ins Bild, während Cookson die entsprechende Geschichte dazu erspielt. Die Zeitwechsel sind wohl temperiert und wirken nie als Bruch der Handlung. Und obwohl der Regisseur auf alle Anflüge von Action verzichtet und auch nur gemächlich Spannung aufbaut, wird der Streifen nie lang oder gar langweilig.

Genre: Drama; FSK: 6 Jahre; Laufzeit: 101 Minuten; Verleih: eOne; Regie: Trevor Nunn; Judi Dench, Sophie Cookson, Stephen Campbell Moore; USA 2019

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