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Fußball
Wiederholungsspiel sorgt für Diskussionsstoff

Vereinsvorsitzender des Langener SV: Andreas Bernhardt.
Vereinsvorsitzender des Langener SV: Andreas Bernhardt. © Foto: Roland Möller
Gunnar Reblin / 22.11.2019, 19:00 Uhr
Langen (moz) Für den Langener SV kommt es derzeit knüppeldick. Der Aufsteiger, der am Sonntag bei Eintracht Falkensee antreten muss, steckt nach fünf Niederlagen in Folge (inklusive Kreispokal) nicht nur in einer sportlichen Krise. Einen zusätzlichen K.o. für die angekratzte Moral gab es nun seitens des Sportgerichtes vom Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB). Dieses entschied, dass die Heimpartie vom siebten Spieltag (5. Oktober) gegen Golm, die die Langener mit 1:0 gewonnen hatten, wiederholt werden muss. Die drei gewonnenen Punkte sind damit erst einmal futsch. Das Sportgerichtsverfahren mit allen Begleiterscheinungen ruft beim LSV  "großen Ärger hervor", wie es Vereinschef Andreas Bernhardt formulierte.

Diesen Ärger wollen die Langener (Tabellen-13.) laut Trainer Silvano Fiore in positive Energie umwandeln, um am Sonntag beim Tabellennachbar Falkensee (10.) zu punkten. Der LSV hatte dem Verlegungswunsch der Falkenseer vor der Saison zugestimmt. Coach Fiore kann auf einen breiten Kader bauen. Fraglich ist, ob Walid Hakimi (Arbeit) und Marius Bachmann (Knächelblessur) auflaufen können.

Fragwürdiges Urteil

Apropos Marius Bachmann: Weil dem Flügelflitzer beim besagten Heimspiel gegen Golm innerhalb von sieben Minuten (73., 80.) zweimal die Gelbe Karte gezeigt, er aber nicht des Feldes verwiesen worden war, legten die Golmer Einspruch gegen die Spielwertung ein. Diesem hatte das FLB-Sportgericht unter Vorsitz von Chef Olaf Luzi am 22. Oktober stattgegeben und auf ein Wiederholungsspiel entschieden (das Urteil liegt der Redaktion vor). Binnen zehn Tagen nach dem gefällten Urteil hätten die Langener beim FLB-Verbandsgericht in Berufung gehen können. "Das haben wir auch getan", so Bernhardt, "doch unser offizielles Schreiben ist wohl einen Tag zu spät beim Sportgericht eingegangen. Ein Formfehler." Das Verbandsgericht schmetterte dann bei seiner Verhandlung am 13. November den Langener Einspruch erwartungsgemäß mit der Begründung der Nichteinhaltung der Einspruchsfrist ab. Was dem LSV-Vorsitzenden die Zornesröte ins Gesicht treibt: Die Einspruchsgebühr von 150 Euro wurde einbehalten. Der Grund: Die Berufungsbegründung ist nicht beim Verbandsgericht eingegangen.

Obwohl die Golmer lediglich im Konjunktiv eine mögliche Spielwendung andeuteten, blieb das Sportgerichts-Urteil mit dem Verweis auf eine klare Wettbewerbsverzerrung bestehen. "Alles spekulativ", so der Kommentar von Andreas Bernhardt. Doch die FLB-Sportrichter sahen einen klaren Regelverstoß von Schiedsrichter Tony Stabrey, der, so heißt es im Urteil, einen spielentscheidenden Einfluss hatte. "Die Gastmannschaft sei damit benachteiligt worden", so Bernhardt, der das alles "sehr ärgerlich und nicht nachvollziehbar" findet.

Die Langener haben den Golmern nun zwei Termine für ein Wiederholungsspiel vorgeschlagen,  den 15. Februar und Gründonnerstag.

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