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Anders als sein Vorgänger nimmt der Lanker Ortsvorsteher Frank Wendland die Wandlitzer Verwaltung als sehr hilfreich wahr.

Kommunalpolitik
Auf gute Zusammenarbeit

Gut gestartet: Frank Wendland agiert als Ortsvorsteher in Lanke.
Gut gestartet: Frank Wendland agiert als Ortsvorsteher in Lanke. © Foto: Hans Still
Hans Still / 27.11.2019, 06:30 Uhr
Lanke (MOZ) Der frühere Lanker Ortsvorsteher Christian Schmidt galt zuweilen als unzufriedener Zeitgenosse. Immer den Köcher voller Pfeile, um bei Bedarf auf die Wandlitzer Verwaltung zu zielen, sackte seine Beliebtheit bei den Mitarbeitern selbiger gelegentlich in Richtung Null-Punkt. Schließlich profitierten die Lanker doch von der Zugehörigkeit zur reichen Gemeinde: Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise ein mehr als zwei Millionen Euro teures Mehrzweckgebäude eingeweiht.

In dessen Sitzungsraum führt inzwischen der neue Ortsvorsteher Frank Wendland (SPD) Regie. Der 62-Jährige verfügt über mehr Zeit als sein Amtsvorgänger. Er ist gesundsheitsbedingt Rentner und erfreut sich an den vielen Kontakten im Dorf, die das neue Amt mit sich bringen. "Ob am Geburtstagstisch bei den Senioren oder beim Gespräch vor dem Neubaublock, ich komme mit den Leuten gut zurecht und konnte nach meinem Eindruck auch schon allerhand bewirken", lautet seine Bilanz nach sechs Monaten Amtszeit. So spart die Gemeinde inzwischen Geld, weil das Gemeindezentrum nicht mehr bis 23 Uhr hell erleuchtet wird. Das hatte die Mieter gegenüber beim Nachtschlaf gestört, Wendland schaltete sich erfolgreich ein. Auch wurden inzwischen so genannte Frankfurter Hüte am Strandbad installiert, die das falsche Parken im Strandbadbereich verhindern sollen. "Die wurden aber schon zuvor bestellt", schiebt Wendland nach, um sich nicht mit fremden Federn zu schmücken. Auf sein Konto geht jedoch eine insgesamt verbesserte Sicht auf die Leistungskraft der Verwaltung. "Ich bin nicht so unzufrieden wie der Vorgänger, bislang bekomme ich vieles mit der Verwaltung geregelt", freut sich Wendland.

Lärmgutachten auf dem Zettel

Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass es aktuell keine Bemühungen der Kieswerkbetreiber gibt, Bauschutt oder andere gefährliche Stoffe auf dem Areal abzulagern. "Ein dafür notwendiger Antrag liegt beim Landesbergbauamt nicht vor", so Wendland. Er hofft aber, beim neuen Bürgermeister Oliver Borchert Verständnis zu wecken, wenn es um die Lärmbelastungen der Lanker geht. "Wir bräuchten ein unabhängiges Lärmgutachten, das kostet allerdings gut 5000 Euro", so die Schätzung des Ortsvorstehers.

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