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Tierschutz
Die Linower Pferde haben neue Besitzer

Die 41 in Linow sichergestellten Pferde werden bei ihren neuen Besitzer artgerecht gehalten.
Die 41 in Linow sichergestellten Pferde werden bei ihren neuen Besitzer artgerecht gehalten. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 29.11.2019, 16:49 Uhr
Linow (MOZ) Die Linower Pferde werden in Zukunft unter tiergerechten Bedingungen gehalten. Der Landkreis hat die 41 Tiere sowie fünf Fohlen an neue Halter verkauft. Der Erlös steht den früheren Eigentümern zu, wird aber mit den Kosten verrechnet, die dem Kreis für die Unterbringung und Versorgung entstanden sind.

Die Tiere waren am 11. Juli auf einer Weide bei Linow bei einer groß angelegten Aktion unter Schutz der Polizei sichergestellt worden. Das Veterinäramt hatte zuvor zahlreiche Verstöße gegen den Tierschutz festgestellt (wir berichteten). Seitdem waren sie an einem geheimen Ort untergebracht, den die alten Eigentümer dennoch ausfindig machten. Ein Sicherheitsdienst bewachte die Tiere 24 Stunden am Tag. Die ehemaligen Halter hatten gegen die Wegnahme geklagt. Das Verwaltungsgericht Potsdam hat den Eilantrag jedoch mit der Begründung  abgelehnt, dass die Bescheide des Landkreises zur Wegnahme der  Tiere rechtmäßig sind. Die schriftliche Begründung des Gerichts ging am 20. November beim Kreis ein. Somit war der Weg für einen Verkauf frei. Anders als in früheren Fällen wurden die Pferde nicht versteigert, weil die Kosten für die Unterbringung der Tiere und die Kosten für die Versteigerung den zu erwartenden Erlös übertroffen hätten. Es fanden sich Käufer aus ganz Deutschland. Vor dem Verkauf  wurde in Abstimmung mit den örtlichen Veterinärämtern überprüft, ob die Tiere bei ihren neuen Haltern auch tatsächlich artgerecht gehalten werden können.

Die früheren Halter können gegen die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts  Beschwerde einlegen. Diese hat laut Kreisverwaltung aber keine aufschiebende Wirkung. Deshalb konnten die Tiere dennoch verkauft werden. Wie hoch die Einnahmen aus der Veräußerung waren, konnte Kreissprecher Alexander von Uleniecki am Freitag nicht beziffern. Auch zu den endgültigen Kosten, die dem Kreis für die Versorgung der Tiere entstanden sind, konnten auf Anfrage keine Angaben gemacht werden.

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