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Vermisst seit dem 2. Mai 2015
Inga ging in den Wald und kehrte nicht zurück

René Wernitz / 04.12.2019, 12:04 Uhr
Rathenow (MOZ) Ein 14-Jähriger wurde Anfang November in Rathenow als vermisst gemeldet. Polizei und Feuerwehr suchten ihn intensiv. Einen Tag später war der Junge zurück. Nicht immer gibt es ein glückliches Ende wie in diesem Fall.

Wie das Bundeskriminalamt auf seiner Website www.bka.de darstellt, liegt bei Fällen von Jugendlichen von 14 bis 17 Jahren die Aufklärungsquote bei etwa 99 Prozent. 2018 waren es 76.689 Jugendliche, die vermisst gemeldet wurden, 75.667 wurden wiedergefunden (98,7 Prozent). Derweil konnten im Verlauf des vorigen Jahres von 12.762 Fällen als vermisst registrierter Kinder bis 13 Jahre 12.440 Fälle geklärt werden (97,5 Prozent). Wie das BKA weiter erläutert, bleibe die Personenfahndung bis zu 30 Jahren bestehen, falls eine Vermisstensache nicht aufgeklärt wird.

In diesem Jahr bewegt insbesondere der Verbleib von Rebecca Reusch aus Berlin-Neukölln. Seit dem 18. Februar fehlt von der Schülerin jedes Lebenszeichen. Die Ermittlungen sorgten teils für Schlagzeilen. Vergleichsweise sehr ruhig ist es dagegen um Inga geworden.

Westlich des Havellands, rund 50 Kilometer von Rathenow entfernt, im Landkreis Stendal, da war vor  viereinhalb Jahren ein kleines Mädchen spurlos verschwunden.   Inga Gehricke war am Samstag, 2. Mai 2015, mit ihrer Familie in der Diakonie-Einrichtung Wilhelmshof bei Uchtspringe. Die Einrichtung befindet sich etwa 2,5 Kilometer von der Bundesstraße 188 entfernt.

Möglicherweise wollte das Mädchen bei den Vorbereitungen auf ein Grillfest helfen und ging gegen 19.00 Uhr in den nahen Wald, um eventuell Feuerholz zu sammeln. Es kehrte nicht zurück. Die Eltern meldeten Inga umgehend als vermisst. Sogleich startete eine Suchaktion der Polizei, Fährtenhunde und Hubschrauber kamen zum Einsatz, rund 1.000 Leute durchkämmten innerhalb zweier Tage den etwa 3.500 Hektar großen Wald, ohne eine Spur zu finden. Noch heute besteht die Webseite www.woistinga.de, die in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Initiative Vermisste Kinder erstellt wurde.

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