Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Die Weihnachtsrevue der Kita "Haus Sonnenhügel" wird es im Jahr 2020 nicht mehr geben.

Theater
Die Weihnachtsrevue ist Geschichte

Da schien die Welt noch in Ordnung: Der Weihnachtmann liest die MOZ mit dem Premierenbild der Kita-Revue.
Da schien die Welt noch in Ordnung: Der Weihnachtmann liest die MOZ mit dem Premierenbild der Kita-Revue. © Foto: Janet Neiser
Janet Neiser / 04.12.2019, 18:04 Uhr - Aktualisiert 05.12.2019, 06:36
Eisenhüttenstadt (MOZ) Dass der Weihnachtsmann, die Märkische Oderzeitung liest, auf der die Weihnachtsrevue der Kita "Haus Sonnenhügel" den Titel schmückt, das wird es so nicht mehr geben. Wie der MOZ am Mittwoch bestätigt wurde, war die Vorstellung am 2. Dezember 2019 die letzte – in diesem Jahr und für immer. "Eine Kita-Revue von Sonnenhügel wird es nicht mehr geben", informierte einer der Darsteller die Zeitung und packte einen weinenden Smiley dahinter. Weitere verlässliche Quellen bestätigten diese Aussage.

Schweigen über Hintergründe

Damit sind die Gerüchte, die es bereits während der diesjährigen Aufführungen gegeben hatte, Realität geworden.

Gabriela Schulz, die Kita-Leiterin vom "Haus Sonnenhügel", deren Kind diese Revue ist, war nicht für ein Statement zu erreichen. Das Rathaus bestätigte, dass am Dienstag ein Gespräch zwischen der Kita-Leiterin und Katrin Fiegen, der Fachbereichsleiterin Familie und Schule, stattgefunden hat. Dort muss Gabriela Schulz die Entscheidung über das Ende der Kita-Revue mitgeteilt haben. Aus der Verwaltung heißt es, das Gespräch sei ein normales Personalgespräch gewesen, welches jährlich durch die Fachbereichsleitung mit den Leiterinnen der Kitas geführt wird. Die Verwaltung habe mit dem Ende der Traditionsveranstaltung nichts zu tun. Im Gegenteil, von der Stadt sei diese weiterhin erwünscht.

Über die Hintergründe zum Aus möchte keiner öffentlich Stellung beziehen. Wie die Märkische Oderzeitung aber in Erfahrung bringen konnte, muss es bereits seit Monaten atmosphärische Störungen zwischen der kommunalen Kita und dem Fachbereich gegeben haben. Dabei soll es unter anderem darum gegangen sein, dass es Bestrebungen im Fachbereich Familie und Schule gegeben hat, die traditionelle Weihnachtsrevue zu verändern. So spielte die Veranstaltungslänge eine Rolle. Tilo Steinert von der Pressestelle des Rathauses bestätigt nach Rücksprache mit der Fachbereichsleiterin: "Im Vorfeld der Weihnachtsrevue wurde durch den Fachbereich Familie und Schule in gemeinsamer Abstimmung mit der Kita der Fokus der Veranstaltung auf die Zielgruppe ‚Kinder im Vorschulalter’ gelegt. Für diese Altersgruppe ist eine Veranstaltungslänge von 45 bis maximal 60 Minuten angemessen."

Realität war all die Jahre, dass auf der Bühne neben den Kita-Kindern, auch ehemalige Kita-Kinder und jetzige Grundschüler sowie Erwachsene mitwirkten. Und auch im Theatersaal saßen alle Generationen. Grundschulen der Region nutzten die Veranstaltung gern für einen Ausflug mit den Erstklässlern. Insofern wollten Förderverein und Kita bezüglich der Veranstaltungslänge keine Änderungen – auch weil das bislang nie eine Rolle gespielt habe und der Aufwand, das Theater zu pachten, ansonsten unangemessen wäre. Die Stadt lenkte aber nicht ein.

Ein weiterer strittiger Punkt, soll gewesen sein, dass die Stadt wollte, dass der Förderverein vom "Haus Sonnenhügel" künftig die komplette Verantwortung für die Revue übernimmt. Auch dort gab es keine Einigung.

Dadurch verliert die Stadt auch Einnahmen, denn die Veranstalter vom "Haus Sonnenhügel" haben für die drei Tage den Theatersaal gemietet. Über den genauen Betrag erteilt die Stadt keine Auskunft. Die Entgelte für die Einmietung seien auf der Grundlage der Entgeltordnung des Friedrich-Wolf-Theaters erhoben worden. Das Theater stellte jeweils drei technische Mitarbeiter und eine Servicekraft. Der Ticketverkauf und die Garderobe wurden durch das "Haus Sonnenhügel" realisiert. Die Einnahmen durch die Eintrittskarten dienten der Finanzierung des Projektes.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG