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Die Bewohner der Prötzeler Mini-Siedlung wollen den kleinen Kindern eine Spielstätte bieten. Zugleich geht es um Lösungen für die beiden Probleme Funkloch und Raserei.

Mini-Siedlung
Stadtstelle engagiert für Spielplatz

Engagiert: Thomas Steinberg (links) und das Team Stadtstelle sammelten mit von den Kindern gebackenen Plätzchen und anderen Angeboten auf dem Prädikower Adventsmarkt erste Spenden für den geplanten Spielplatz im Siedlungsteil.
Engagiert: Thomas Steinberg (links) und das Team Stadtstelle sammelten mit von den Kindern gebackenen Plätzchen und anderen Angeboten auf dem Prädikower Adventsmarkt erste Spenden für den geplanten Spielplatz im Siedlungsteil. © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 04.12.2019, 20:07 Uhr
Prötzel Es wird selbst genügend Alteingesessene in Märkisch-Oderland geben, die bei der Nennung der Ortsbezeichnung Stadtstelle erst einmal ins Grübeln kommen. Kein Wunder, sind es doch nur eine handvoll Gehöfte, die den winzigen Siedlungsteil an der äußersten Peripherie Prötzels ausmachen. Selbst in der Gemeinde spielt der kleine bewohnte Flecken mitten im ausgedehnten Blumenthalwald kommunalpolitisch nur selten eine Rolle.

Doch in Stadtstelle ändert sich etwas, ist positiver demografischer Wandel im Gange, gibt es Neubürger und Nachwuchs. Sichtbar wurde dies kürzlich auf dem Adventsmarkt in Prädikow, wo die Einwohnergemeinschaft von Stadtstelle mit einem eigenen Stand Flagge zeigten. Von den Kindern gebackene Plätzchen und einiges mehr ließ sich da erstehen, zusätzlich zum Hintergrund des Angebotes ins Gespräch kommen, der auch auf Zetteln zu lesen war. Denn es geht um erste kleine Erlöse für einen Mini-Spielplatz. Drei Knirpse, für die er wichtig wäre, gibt es jetzt schon, zwei weitere werden 2020 erwartet, wie Thomas Steinberg erklärte. Hinzu kämen noch die Enkel der meist älteren Datschenbesitzer, die im Sommer öfter vorbeischauen.

Ein Grundstück für einen Standort sei gemeinsam mit Bürgermeisterin Simona Koß schon gefunden, auch gebrauchte Spielgeräte, die aufbereitet werden müssen. Die Gemeinde sei bereit, etwas beizusteuern, doch dieser Zuschuss werde vor allem für die Abnahme durch den TÜV draufgehen, sagt Steinberg. Für die eigentlichen Aufstellungskosten muss deshalb ein Eigenanteil gesammelt werden.

Es ist nicht das einzige Thema, das die überschaubare Zahl der ständigen Bewohner bewegt. Die Raserei ist ein weiteres. Immer wieder ereignen sich Unfälle, erst neulich sei wieder jemand mit seinem Fahrzeug im Graben gelandet, weiß Steinberg zu berichten. Ebenfalls mit der Bürgermeisterin im Rücken laufe deshalb auch das Bemühen, an der Siedlungseinfahrt ein Ortsschild mit der damit verbundenen Geschwindigkeitsbeschränkung installieren zu dürfen. Beim Einsatz eines mobilen Blitzers seien unlängst 112 Raser binnen vier Stunden erfasst worden, etliche gleich im Bereich von ein oder zwei Strafpunkten. Temporär eine mobile Geschwindigkeitsanzeige aufzustellen, könnte bereits etwas helfen, das Bewusstsein zu schärfen, verweist Steinberg auf eigene Erfahrungen, die er damit in Seefeld an der B158 gemacht habe.

Funk-Umweg über das Internet

Gerade den Selbstständigen, beruflich im Bereich Zimmerei und Holzbau tätig, plagt darüber hinaus noch das Problem Funkloch. Steinbergs wohnen gleich im ersten Haus vorn an der Bundesstraße, zu ihnen kommen deshalb hilfesuchend jene Leute, die nach einem der auch häufigen Wildunfälle Polizei bzw. Angehörige verständigen wollen, aber kein Netz finden. "Natürlich stellen wir denen dann unser Festnetztelefon zur Verfügung", am grundsätzlichen Mangel ändere das aber nichts. Steinberg selbst musste früher am Waldrand rechtzeitig mit dem Handy die Rufumleitung einschalten, damit ihn Kunden weiter erreichen können. Mit einem neuen Gerät hat er nun über den Umweg Internet auch in Stadtstelle eine Funkverbindung. Eine belastbare Dauerlösung sei das aber nicht.

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