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Bauvorhaben
Stadtverordnete verärgert über Umzugspläne des TAV

Verschandelt die Stadtansicht: Das meinen einige Lokalpolitiker über das neue Granseer Wasserwerk.
Verschandelt die Stadtansicht: Das meinen einige Lokalpolitiker über das neue Granseer Wasserwerk. © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 04.12.2019, 20:17 Uhr
Gransee (MOZ) Der Trink- und Abwasserverband (TAV) Lindow-Gransee will umziehen – von der Ruppiner Straße soll es an die B 96 gehen, zwischen dem neugebauten Wasserwerk und der Raststätte.

Für dieses Vorhaben gilt es, seitens der Stadt Gransee  einen Bebauungsplan aufzustellen. Auch der Flächennutzungsplan des Amtes müsste geändert werden. Doch sowohl beim Stadtentwicklungsausschuss in Vorbereitung der Stadtratssitzung als auch beim Amtsausschuss zog die Verwaltung das Thema zurück. "Eine Kostenübernahmeerklärung vom TAV liegt uns noch nicht vor", sagte der für Bauen und Finanzen zuständige Fachbereichsleiter Nico Zehmke im Stadtentwicklungsausschuss. Im März soll daher nun darüber beraten werden.

Das hielt die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses jedoch nicht davon ab, ihr Missfallen über die TAV-Pläne zu äußern. Von Verbandsvorsteherin Anke Freitag schon bei dem Bau des Wasserwerkes unter Druck gesetzt, fühlte sich der Ausschussvorsitzende Peter Gogol (SPD). "Wir als Kommune haben uns dabei etwas schwer getan, wir waren nicht so glücklich über den Bau an sich", sagte er. Dieser verschandele die Stadtansicht aus Richtung Norden. Dem pflichtete Bernd Weidemann (CDU) bei. "Wir konnten wenig tun  und haben damals schon gesagt, dass das nicht das Ende der Fahnenstange sein wird. Ich bin aber immer noch vehement dagegen, da weitere Gebäude hinzustellen", machte er deutlich. Ihm erschließe sich auch nicht die Notwendigkeit eines Umzuges. Sei nicht auch am bestehenden Sitz investiert worden, fragte Weidemann. Um Verständnis dafür, dass der TAV ein neues Domizil sucht, warb Fachbereichsleiter Zehmke. "Dort sitzt man seit Jahren in Containern und einer ausgebauten Garage", sagte er. An diesem Standort reiche der Platz nicht aus für eine Erweiterung.

Uwe Mietrasch (Bündnis 90/Grüne) schlug vor, Anke Freitag für eine ausführliche Erläuterung der TAV-Pläne zu einer Sitzung persönlich einzuladen, was auf Zustimmung stieß. Mietrasch merkte an, dass das Thema durchaus allumfassend betrachtet werden müsse, der Verband trage schließlich nicht nur Gransee im Namen.

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