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Classic-Kegeln
Zechiner Kegler stürzen Spitzenreiter

Berlins Kapitän Martin Würbach (links) beglückwünscht Zechins Mannschaftsleiter Robert Lehmpfuhl.
Berlins Kapitän Martin Würbach (links) beglückwünscht Zechins Mannschaftsleiter Robert Lehmpfuhl. © Foto: SG Zechin
Karsten Glatzer / 05.12.2019, 06:00 Uhr
Zechin Einen perfekten Abschluss der Hinrunde feierten die Verbandsliga-Kegler der SG Zechin. Die Oderbrücher präsentierten sich nach der zuvor enttäuschenden 1:7-Schlappe bei Lok Elsterwerda II im Heimspiel gegen den bisherigen Tabellenersten  SpG Semper/AdW B bärenstark. Das SG Sextett überraschte die Berliner Gäste mit einem 5:3-Erfolg sowie 3256:3150 Holz.

Im ersten Durchgang schickten die gastgebenden Greens Michael Spiegler in die Partie, der als Ersatzspieler in die Startformation rutschte. In dieser Saison war es bereits sein zweiter Einsatz auf Landesebene, den er erneut nutzte, um sich für weitere Aufgaben zu empfehlen. Souverän und gelassen setzte er sich gegen Berlins Kapitän Martin Würbach (514) auf den ersten drei Bahnen durch und gewann bereits vorzeitig, was für mächtig Jubel auf den Zuschauerrängen sorgte. Die erreichten 551 Holz waren zudem die Krönung seiner Vorstellung.

Sein Startpartner Daniel Schneider nahm das Duell gegen U-18-Mannschaftsweltmeister und Nationalspieler Alex Karl an und sah sich erneut vor einer großen Herausforderung. Mittlerweile als Favoritenschreck bekannt, hielt Schneider das Match gegen den Ex-Seelower Alex Karl lange offen und verbuchte gar eine 2:1-Führung nach Punkten und einen Vorsprung von 21 Holz. Erst der letzte Satz brachte die Entscheidung. Der Zechiner offenbarte Schwierigkeiten, die Karl direkt bestrafte. Mit den letzten beiden Würfen erspielte der Berliner zwei Neuner, glich mit 2:2 aus und gewann das Duell knapp mit 559:554 Holz. Damit war das Spiel nach Punkten offen, wobei die Gastgeber mit 32 Holz führten.

Lehmpfuhl verspielt Vorsprung

Im Mitteldurchgang erwischte Kapitän Robert Lehmpfuhl (505) nicht seinen besten Tag und tat sich gegen das Duo Nico Grundmann/Lutz Frömming (521) schwer. Dabei verlief der Auftakt noch recht gut, da er sich mit zwei konstanten Bahnen eine 2:0-Führung erarbeitete. Nach der Berliner Auswechslung ließ die Genauigkeit nach und Frömming überholte den Zechiner in der zweiten Hälfte. Lehmpfuhl geriet ins Hintertreffen und konnte sich nicht mehr befreien.  Folglich schnappten sich die Bundeshauptstädter einen weiteren Mannschaftspunkt. Dennoch blieb das Momentum auf der Seite der Oderbrücher, da Karsten Glatzer mit 580 Holz glänzte. In einem packenden Spiel gegen Jürgen Liss (548), das über weite Strecken hart umkämpft war, siegte Glatzer mit 3:1-Satzpunkten. Damit stand es 2:2 nach Mannschaftspunkten und die Zechiner führten mit 48 Holz.

Im letzten Abschnitt kam auch Marco Specht (486) mehr schlecht als recht auf Touren und fiel in der ersten Hälfte gegen Thomas Prill (522) schnell zurück. Nach dem Seitenwechsel gelangen Specht bessere Würfe und er glich zum 2:2 aus, was aber letztlich nur eine Ergebniskosmetik bedeutete. Der Sieg in den Sätzen war nicht hoch genug, um den Rückstand gegen Prill in Gänze aufzuholen. Folglich erzielte Semper/AdW den dritten Teamzähler.

Karsten Trabs nicht zu stoppen

Dennoch blieben die Oderbrücher Herr der Lage, da auch Karsten Trabs eine spektakuläre Vorstellung präsentierte. Mit perfektem Spiel (null Fehlwürfe) und exzellenten 221 Abräumern beherrschte der Zechiner Sascha Bräuer (486) in allen Belangen. Mit 4:0-Satzpunkten und 164 Holz mit beachtlichen 70 Räumern auf der dritten Bahn gewann er das Duell, das er mit glänzenden 580 Holz beendete.

Letztlich behaupteten sich die Greens gegen den Spitzenreiter aus der Hauptstadt, der durch die nicht unbedingt einkalkulierte Niederlage auf den dritten Platz zurück fiel. Die SG Zechin bleibt indes weiterhin, auch nach dem erfolgreichen Abschluss der Hinrunde, auf dem vierten Platz (10:8). Das obere Drittel ist mit 12:6 Punkten in Reichweite, so dass eine spannende Rückrunde zu erwarten ist.

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