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Der Landesbetrieb lässt hunderte Sträucher und Bäume als Kompensationsmaßnahme pflanzen.

Naturschutz
Jede Menge Grün für den Kreisel

Aufforstung der Brache: Seit Wochen ist die GaLa-Bau-Firma zwischen der B 2 und der Deponiezufahrt im Einsatz.
Aufforstung der Brache: Seit Wochen ist die GaLa-Bau-Firma zwischen der B 2 und der Deponiezufahrt im Einsatz. © Foto: Oliver Voigt
Kerstin Unger / 05.12.2019, 06:00 Uhr
Angermünde (MOZ) Am Pinnower Kreisel wird seit mehreren Wochen tüchtig aufgeforstet. Die Firma Elbe-Havel-Landschaftsbau pflanzt hier im Auftrag des Landesbetriebs Straßenwesen jede Menge Bäume und Sträucher. Nach Information des Sachgebietes Umweltschutz und Landschaftspflege des Landesbetriebs handelt es sich um noch offene Kompensationsmaßnahmen für die Baumaßnahmen am Kreisverkehr und dem verlegten Straßenabschnitt der Bundesstraße 2 in Richtung Schwedt. Diese waren mit Eingriffen in die Natur verbunden. Deshalb ist der Verursacher laut Bundesnaturschutzgesetz zu Ersatzpflanzungen verpflichtet.

Auf der Fläche zwischen der alten und neuen Straße werden nun auf einer Länge von 350 Metern 156 Bäume gepflanzt, darunter Feldahorn und Winterlinden. Dazu kommen mehr als 13000 Quadratmeter große Strauchflächen und eine zweireihige Hecke mit 607 Sträuchern und 22 Heistern (Jungbäume) wie Haselnuss, Pfaffenhütchen, Kornelkirsche, Schlehe, Hartriegel, Weißdorn, Holunder, Feldahorn, Hainbuche und Traubeneiche. Die Pflanzungen gehen bis zum Bereich des Kreisverkehrs weiter. Dort werden auf einer Nebenfläche zehn Apfelbäume gesetzt. Weitere 110 Obstbäume, und zwar verschiedene Apfel-, Birnen- und Pflaumensorten, sollen künftig am Wirtschaftsweg zur Deponie wachsen.

Gräseraussaat im Frühjahr

Auch die Innenfläche des Kreisels soll im kommenden Frühjahr eine natürliche Gestaltung bekommen, die nicht nur schön anzusehen, sondern auch nützlich für die Insekten sein wird. Auf den 640 Quadratmetern wird eine blütenreiche, salzverträgliche und heimische Blumen- und Gräsermischung eingesät. Ergänzt wird das Ensemble mit sechs Sträuchern der Sorten Gemeine Felsenbirne, gewöhnlicher Schneeball und Kornellkirsche.

Damit sich künftig kein Wild an den Jungpflanzen gütlich tut, werden diese mit einem rund zwei Kilometer langen Zaun oder einer Drahthose geschützt.

Da sich im Vorhabensbereich zwei registrierte Bodendenkmale befinden – in Felchow 19 eine Siedlung der Urgeschichte und in Felchow 17 eine mittelalterlich-neuzeitliche Ortslage – werden die Pflanzmaßnahmen durch einen Archäologen begleitet.

Die Arbeiten sollen in den nächsten Tagen beendet sein. Die beauftragte Ga-La-Bau-Firma wird sich noch viel Jahre lang um die Pflege der neu gepflanzten Bäume und Sträucher kümmern. Danach übernehmen die jeweiligen Baulastträger diese Verpflichtungen.

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