Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Brandenburg an der Havel
Richtfest der Hoffnungstaler Stiftung auf der Osthalbinsel

Th. Messerschmidt / 05.12.2019, 11:57 Uhr - Aktualisiert 05.12.2019, 12:45
Brandenburg an der Havel (BRAWO) Dass ein kirchlich begleitetes Richtfest nicht zwangsläufig den getragenen Charme eines Gottesdienstes haben muss, zeigte der nunmehr dritte Festakt der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal für ein besonderes Wohnprojekt auf der Brandenburger Osthalbinsel an der Krakauer Straße.   Dem 1. Spatenstich am 25. Februar und der Grundsteinlegung am 12. August konnte am 3. Dezember planmäßig das Richtfest folgen, das Diakon Hartwin Schulz mit einer aufmunternden Andacht begann. Munter auch deshalb, weil er beim Entzünden einer Kerze im zugigen Rohbau Jesus zitieren wollte und sprach: "Jesus hat gesagt – oh, es zieht hier." Die Fest-Gäste hat’s gefreut und den Festakt noch kurzweiliger gemacht. In jedem Fall teilten sie uneingeschränkt Schulzes Feststellung: "Ich bin beeindruckt, was hier in dieser kurzen Zeit entstanden ist." Womöglich erfüllt sich sogar seine Hoffnung, "vielleicht steht schon  nächstes Jahr ein geschmückter Weihnachtsbaum hier drin." Dann als leuchtendes Hoffnungszeichen für die lebendigen Zeiten, die ab Januar 2021 in dem straßenbegleitenden Haus anbrechen werden, das 66 Meter lang sowie bis zu 18 Meter breit ist  und auf 102 Pfählen ruht. Zwar liegt laut Stiftungs-Geschäftsführer Martin Wulff das 6-Millionen-Euro-Projekt voll im Zeitplan "und sogar ziemlich im Kostenplan", doch lässt Standortleiter Arne Breder bereits wissen, dass man trotz pünktlicher Fertigstellung im Herbst 2020 den künftigen Bewohnern Umzugsstress im Dezember nicht zumuten wolle. Zudem solle vor Einzug das nötige Inventar vervollständigt werden. Einziehen werden Anfang 2020 etwa 50 Menschen mit und ohne Einschränkungen, zumeist HeimbewohnerInnen der ehemaligen Landesklinik, die seit Jahrzehnten und ausschließlich auf dem Klinikgelände leben. Sie sollen in der neuen Wohnstätte ein Leben so selbstständig wie möglich führen können – und zwar in den beiden unteren Stockwerken in Wohnungen und Wohngruppen. Im Obergeschoss wird es 13 frei vermietbare Wohnungen geben. "Wir nennen es inklusives Wohnen, die Lage ist allerdings exklusiv", fasst Martin Wulff lächelnd zusammen. Da waren die künftigen BewohnerInnen, die das Richtfest miterlebten, längst von Vorfreude beseelt. Eine besondere Ehre wurde Jens Pritschow zuteil, der zusammen mit "O&F-Bau"-Vorarbeiter André Domnick den letzten Nagel versenken durfte. Anschließend wurde das Buffet eröffnet und das Richtfest zünftig weitergefeiert.

Mehr Infos: Grundsteinlegung auf der Osthalbinsel

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG