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Dankeschön
Liebenwalde zeichnet Ehrenamtler des Jahres aus

Die Geehrten: Lutz Gabel, Uwe Kowsky, Silke Henke, Dirk Pritschow, Sylvia Schulze und Regina Repkow (von links) mit Bürgermeister Jörn Lehmann (Zweiter von links) und Liebenwaldes Stadtverordnetenvorsteher Oliver Giese (rechts).
Die Geehrten: Lutz Gabel, Uwe Kowsky, Silke Henke, Dirk Pritschow, Sylvia Schulze und Regina Repkow (von links) mit Bürgermeister Jörn Lehmann (Zweiter von links) und Liebenwaldes Stadtverordnetenvorsteher Oliver Giese (rechts). © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 05.12.2019, 18:45 Uhr
Liebenwalde (MOZ) Es ist Tradition in Liebenwalde, dass jedes Jahr drei Einwohner für ihr ehrenamtliches Engagement im Ortsteil oder der Stadt ausgezeichnet werden. Übrigens nicht erst, seit das Land Brandenburg die Auszeichnung vorgeschlagen hat, sondern schon lange davor, wie Bürgermeister Jörn Lehmann (parteilos) bei der Begrüßung der Gäste sagte. "Uns ist wichtig, einmal jene in der Öffentlichkeit zu rücken, die meist im Hintergrund arbeiten, ohne davon groß zu reden. Aber ohne ihren Einsatz wäre das Leben in der Stadt viel ärmer. Dafür möchten wir einfach mal Danke sagen."

Vorgeschlagen hatte der Ortsbeirat Neuholland Lutz Gabel, "weil er einfach die gute Seele des Dorfes ist". Ob ein Fest vorzubereiten ist oder andere Arbeiten anstehen, dann sei er immer der Ansprechpartner. Sein einziges Manko sei, dass er nicht "Nein" sagen könne. Ob beim Herrichten eines Platzes, dem Zeltaufbau oder sogar dem Einsatz als DJ, Lutz Gabel stehe immer bereit.

Die Macher

Auf Anregung der Kirchengemeinde hatte der Hammer Ortsbeirat Uwe Kowsky vorgeschlagen. Obwohl in Ostpreußen geboren, ist Hammer seit der Flucht das Zuhause des heute 76-Jährigen. Dass ihn die Hammerschen kennen, ist klar, schließlich war er der Bäcker im Ort. Doch stillsitzen kann er nicht, ob im Ort, im Angelverein, im Chor oder in der Kirchengemeinde, wenn seine Hilfe gebraucht wird, dann ist er ein verlässlicher Ansprechpartner. Apropos: Nicht Hammeraner oder Hammerer, sondern Hammersche ist die Bezeichnung, die die Einwohner des Ortsteils bevorzugen, wenn von ihnen gesprochen wird, wurde gleich noch am Rande der Auszeichnungsveranstaltung festgestellt.

Der Dritte im Bunde der Ehrenamtler ist Dirk Pritschow, vorgeschlagen vom Liebenwalder Ortsbeirat auf Anraten des Fußballvereins. Nicht nur, weil Pritschow über viele Jahre selbst als Aktiver aufgelaufen ist. Das macht er in der Ü-45-Mannschaft auch heute noch. Weit mehr zählt für die Sportler und die Kommunalpolitiker, dass er sich seit Jahren für die Förderung des Nachwuchses einsetzt. Dazu gehört natürlich das Training, wie seine Söhne Dorian (25 Jahre) und Tristan (9) bestätigen können. Doch auch, wenn es um die Organisation von Turnieren, die Fahrten der Kinder und Jugendlichen oder die zum Training benötigte Ausrüstung geht, dann ist Pritschow der Mann, an den man sich wenden kann.

Dass erstmals seit vielen Jahren keine Frau, sondern nur drei Männer von der Stadt für ihr Engagement geehrt wurden, das passt ja nun gar nicht zur Gleichstellung, der sich die Stadt sogar mit der Einsetzung einer Gleichstellungsbeauftragten eigentlich verpflichtet sieht.

Frauenquote gerettet

Doch zur Ehrenrettung gab es noch eine zweite Auszeichnungsrunde, bei der dann drei Frauen aufgerufen wurden: Silke Henke, Regina Repkow und Sylvia Schulze. Wenn Wahlen anstehen, dann sind sie stets bereit, in den Wahlvorständen mitzuarbeiten. Wer mindestens fünfmal bei einer Bundestags- oder Europawahl im Wahlvorstand dabei ist, der bekommt dafür eine Urkunde und eine Ehrennadel als Dankeschön. Zurück geht die Idee auf den ehemaligen Bundesinnenminister Thomas de Maiziére. Die Urkunde hatten die Ausgezeichneten bereits zur letzten Wahl bekommen, und allein die Ehrennadel zu überreichen, das war der Stadt zu wenig. Sie ergänzte beides durch ein fliederfarbenes Badetuch, "weil das in jedes Bad passt". Das ist zusätzlich bestickt mit dem Namen und drei Kreuzen. "Die stehen für die Zahl der Kreuze, die meist auf dem Wahlzettel zu machen sind, mehr noch jedoch für jene, die man macht, wenn die Auszählung der Stimmen geschafft ist und zu Hause die erfrischende Dusche nach dem anstrengenden Tag wartet", erklärte Wahlleiterin Martina Schnur die Überlegungen der Stadt. Mit Gesprächen endete die Veranstaltung.

Im Einsatz für den Ort

Ehrenamtler sind im Chor, in der Kirchengemeinde oder im Sportverein aktiv oder organisieren Veranstaltungen. Viele engagieren sich, ohne eine Gegenleistung zu fordern oder zu erhalten.

Vorschläge sammeln Ortsbeiräte und schlagen die Namen der Stadt vor.

Es gibt Blumen, eine Vase mit Wappen und einen Präsentkorb.⇥veb

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