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Seit gut elf Jahren existiert die Marke "Schorfheide - naturnah". Viel ist in dieser Zeit passiert.

Tourismus 2.0
Ein Slogan für die Schorfheide

Symbolfoto
Symbolfoto © Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Susan Hasse / 06.12.2019, 20:36 Uhr
Joachimsthal (MOZ) Schorfheide – das Wort weckt bei vielen Menschen positive Assoziationen: unbeschwerte Natur, Wald und Wild sowie eine bewegte Geschichte. Mit diesem Pfund kann man wuchern. Das dachte sich vor zehn Jahren auch die Gemeinde Schorfheide, die sich zusammen mit dem Amt Joachimsthal die Wort-Bild-Marke "Schorfheide – Naturreich" schützen ließ und seither mit dem Slogan wirbt.

2009 startete die Kampagne zur gemeinsamen touristischen Vermarktung der Schorfheide. 115 Partner gibt es mittlerweile, die am gemeinsamen Marketing teilnehmen. Seither hat sich der Tourismus kontinuierlich entwickelt, so der Schorfheider Bürgermeister Uwe Schoknecht. Die Übernachtungszahlen und das Angebot steigen stetig. Man dürfe sich allerdings nicht auf den Lorbeeren ausruhen, ist Schoknecht überzeugt. "Die gemeinsame Marke ist nur ein  Puzzleteil im gesamten Tourismuskonzept", ist der Joachimsthaler Amtsdirektor Dirk Protzmann überzeugt. Aufgabe der Kommunen sei es, die Weichen richtig zu stellen, meint er. "Wir geben den Rahmen vor und unterstützen". Langfristig müssten allerdings die touristischen Akteure selbst Treiber sein. Diese Eigendynamik habe bislang beim Schorfheide-Tourismus noch nicht eingesetzt, so seine Einschätzung. Erfolgreich könne es langfristig  nur sein, wenn viele an einem Strang ziehen.

Einige Touristiker nutzen die Marke seit Jahren konsequent: So etwa das Ringhotel, das bewusst den Namen Schorfheide führt, wie Hoteldirektor Bernd Kanzow betont. Auch der Kletterwald Schorfheide werbe mit dem klangreichen Namen, so Inhaber Sven Unger. Er klebt das Logo konsequent auf jeden Umschlag.

Das zehnjährige Jubiläum nutzen die kommunalen Partner, um sich in Hubertusstock zu treffen und auch über die Perspektiven zu sprechen. Die Marke Schorfheide müsse als Alleinstellungsmerkmal erhalten und die Inhalte ständig weiterentwickelt werden. Das sehen Anke Bielig und Christine Leuschner ähnlich. Sie sind jeweils für die Gemeinde Schorfheide und das Amt Joachimsthal für Tourismus zuständig und versuchen zu koordinieren und zu vernetzen. So werden Broschüren erstellt und der Webauftritt gepflegt. Künftig sei die Digitalisierung die größte Herausforderung. Bis zur virtuellen Schorfheide ist noch viel zu tun.

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