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Weihnachtsmarkt in Görzke
Die Besucher kommen teils von weit her

Eva Loth / 09.12.2019, 08:04 Uhr - Aktualisiert 09.12.2019, 12:27
Görzke (MOZ) Was darf an Weihnachten nicht fehlen? Drei Haselnüsse für Aschenbrödel! Und genau mit der Titelmusik zum Film starteten die Schüler der Görzker Schule ihren Auftritt auf dem Adventsmarkt des Ortes. Dabei sorgten sie bei den Zuschauern für ein "Ah" und "Oh" und verklärte Gesichter.

Nach dem Programm ging es mit dem Weihnachtsmann in die Märchenstube. Elke Hildebrandt vom Belziger Erzählkreis hatte sich für die Größeren ein norwegisches Volksmärchen ausgesucht, "Die Mühle am Meeresgrund". Am Tag davor hatte sie es mit dem gestiefelten Kater und den vier Musikanten bei den Kita-Kindern versucht. Da war es etwas schwieriger, denn die Kleinen waren noch ganz aufgeregt nach ihrem Auftritt. "Es war ganz schön anspruchsvoll, die Meute zu bändigen", schmunzelte Elke Hildebrandt.

Währenddessen konnten sich die Eltern in Ruhe auf den Weihnachtsmarkt umschauen. Viele Anbieter sind seit Jahren dort vertreten. Wie Angelika Holtz, die seit 20 Jahren dabei ist. Gebürtig in Görzke wohnt sie jetzt in Rostock und handelt mit Obst und Gemüse. Und das hat Qualität. Deshalb kommen Kunden extra wegen ihrer Produkte nach Görzke. Wie ein Pärchen aus Burg. Sie fuhren immerhin 80 Kilometer, um sich bei Angelika Holtz mit Apfelsinen, Mandarinen und Äpfeln einzudecken.

Guten Absatz hatte auch Frank Eichelmann. Der Hobbyimker bot Honig aus eigener Herstellung an. Dabei auch außergewöhnlichen, wie Thymian-Honig. Nur mit dem Rapshonig war es in diesem Jahr nicht so doll. "Wegen der Trockenheit wurde weniger Raps angebaut", erklärte er, "auch der Ertrag war nicht besonders." Bei Linde und Sonnenblume habe man Glück gehabt, da es zwischendurch immer mal wieder Gewitterschauer gab. Da fiel auch Familie Alex aus Wörlitz die Auswahl schwer. Sie waren auf der Durchreise und hatten spontan Halt gemacht.

Thomas Karbaum hatte 60 Nordmanntannen von seiner Plantage dabei. Diese wurde schon 2008 mit etwa 2.500 Bäumchen angelegt. Jetzt sind die Tannen soweit gewachsen, dass sie als Weihnachtsbäume taugen. "Die meisten kommen aber direkt zur Plantage", sagte er, "schon ab Oktober kommen die Kunden und hängen Schilder an die Bäume, um ja den Schönsten zu erwischen."

Einen wunderbaren Stand hatte die Kita "Flämingstrolche". Seit Anfang des Jahres gibt es dort nämlich ein Frühförderprojekt und eine eigene Töpferwerkstatt. "Dabei können die Kinder feinmotorische Dinge besser lernen", so Anne-Konstanze Eilzer. Die Kinder haben selbst den Ton ausgerollt, Formen ausgestochen, gewalzt und lasiert. Seit September wird hergestellt, in den vergangenen Wochen war noch einmal "Hochproduktion". Denn Kathrin Pohlmann-Reiß, Mitglied des Ortsbeirates, hatte spontan und begeistert entschieden: "Ich organisiere Euch einen Stand auf dem Adventsmarkt. Der Erlös fließt wieder in das Projekt."

Während die Erwachsenen an den Ständen fündig wurden, scharten sich die Kinder um den Weihnachtsmann. Und auch wenn mancher sich noch hinter Mama und Papa versteckte, spätestens, wenn der Weihnachtsmann den Sack mit den Süßigkeiten öffnete, trauten sie sich doch hervor und sangen dem Weißbärtigen ein Weihnachtslied vor.

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