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Fußball
Späte Erlösung für den SV Woltersdorf

Philipp Karras bescherte dem SV Woltersdorf im letzten Heimspiel des Jahres drei Punkte.
Philipp Karras bescherte dem SV Woltersdorf im letzten Heimspiel des Jahres drei Punkte. © Foto: Andreas Hoffmann
Marion Thomas / 11.12.2019, 06:00 Uhr
Woltersdorf Nach dem gelungenen Start mit dem 2:1 zum 100. Vereinsjubiläum Mitte August gegen die SG Niederlehme hatten die Randberliner an den heimischen Fuchsbergen keinen Dreier mehr feiern können. Vieles passte nicht zusammen, die Hinrunde nahm einen eher enttäuschenden Verlauf. Jetzt aber scheint der berühmte Knoten geplatzt, findet die Mannschaft über den Kampf auch wieder ihr Spiel. Neun Punkte aus den zurückliegenden vier Partien und der Sprung auf Platz 12 mit Anschluss zumindest an ein Mittelfeldquintett, zu dem auch die Luckauer gehören, sind der Lohn.

Nach dem letzten Heimspiel des Jahres fiel denn auch allen Beteiligten ein Stein vom Herzen. "Dieser Sieg war so wichtig", sagte Trainer Chris Berg. "Endlich konnten wir uns auch zu Hause mal für eine gute Leistung belohnen und unseren treuen Fans Freude bereiten. Und das trotz der Tatsache, dass unser Plan durch die Verletzung von Philipp Lunau nicht vollends aufgegangen ist." Mit einem Schmunzeln fügte er hinzu: "Okay, an der Treffsicherheit müssen wir noch ein wenig feilen."

Die Woltersdorfer hatten sehr konzentriert begonnen, zeigten gute Kombinationen und setzten den Gegner unter Druck. So war das 1:0 in der 11. Minute folgerichtig: Der starke Eric Stasch spitzelte im Mittelfeld einem Rot-Weißen den Ball vom Fuß, zog über die linke Seite in den Strafraum, behielt den Überblick – undLunau vollendete zur verdienten Führung. Nach der Pause musste der Mittelfeldspieler und Torschütze dann passen.

Seine Mitspieler verloren den Faden, nachdem es nicht gelungen war, trotz bester Möglichkeiten den Vorsprung auszubauen – auch ein Verdienst des guten Luckauer Keepers Niclas Scholz. Nach dem Wechsel wurden die Gäste besser, und als nach einem Freistoß der lange René Heppelter von der SVW-Abwehr nicht gestellt werden konnte, erzielte er per Kopf den Ausgleich (53.).

A-Junior mit tollem Debüt

In der Folge war der einheimische Schlussmann Paul Franzke mehrfach Retter in höchster Not. Mit etwas Glück überstanden die Woltersdorfer die Sturm- und Drangphase der Niederlausitzer und fanden allmählich wieder zurück ins Spiel. Vor allem die Einwechslung von Tom Viehrig brachte neuen Schwung. Er kam für den flinken, aber ausgepumpten A-Junior Amadeus Taubert, der bei seinem ersten Einsatz in der Männermannschaft eine tolle erste Halbzeit gespielt hatte.

Ein zweites Tor wollte den Platzherren indes zunächst einfach nicht gelingen. Allein der für Lunau gekommene Philipp Karras hatte mehrere Hundertprozentige auf dem Schlappen. In der 83. Minute aber traf der Woltersdorfer Tor-Garant doch noch, und in der Nachspielzeit stellte der 33-Jährige mit seinem bereits zwölften Saisontreffer nicht nur den Endstand her, sondern sorgte auch für großen Jubel und noch größere Erleichterung bei den Gastgebern.

Beim neuen Schlusslicht in Bad Saarow hofft die Truppe von Chris Berg am Sonnabend nun auf den dritten Auswärtssieg inFolge, der dann doch noch einen versöhnlichen Jahresabschluss bescheren würde.

SV Woltersdorf: Paul Franzke – Fabian Magin, Felix Herrmann, Sebastian Traue – Eric Stasch,Niklas Dreher, Fabian Kussatz, Steven Schrottge, Amadeus Taubert (66. Tom Viehrig) – TinoSobzig (83. Florian Post), Philipp Lunau (46.Philipp Karras)

Schiedsrichter: Lars Buchheim (Petershagen)– Zuschauer: 120

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