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Verschiedene Wohngebiete werden ab dem 15. Dezember besser an den Bahnhof angeschlossen. Bus 870 sei Dank.

Nahverkehr Bernau
Stadtbus 870 endet in Nibelungen

Prosperierende Stadt Bernau: Alexander Greifenberg, Verkehrsleiter der Barnimer Busgesellschaft, präsentiert das neue Angebot des kreiseigenen Unternehmens. Stadtbus 870 fährt ab 15. Dezember auch an Wochenenden und Feiertagen.
Prosperierende Stadt Bernau: Alexander Greifenberg, Verkehrsleiter der Barnimer Busgesellschaft, präsentiert das neue Angebot des kreiseigenen Unternehmens. Stadtbus 870 fährt ab 15. Dezember auch an Wochenenden und Feiertagen. © Foto: Sergej Scheibe
Sabine Rakitin / 12.12.2019, 07:00 Uhr
Bernau (MOZ) Mit der Ausbau der Stadtlinie 870 schließt die Barnimer Busgesellschaft zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember zwei große Wohngebiete an den Bahnhof Bernau an: den Pankebogen und das Nibelungenviertel auf der einen sowie den Komplex Konrad-Zuse-Straße/Emmy-Noether-Straße/Schönower Chaussee auf der anderen Seite. Am Mittwoch präsentierten BBG-Geschäftsführer Frank Wruck und sein Verkehrsleiter Alexander Greifenberg das neue Angebot.

Stundentakt am Anfang

An den Werktagen verkehrt der Stadtbus 870 von 4.35 Uhr bis 23.35 Uhr zwischen Carl-Friedrich-Benz-Straße, S-Bahnhof Bernau und Endhaltestelle Wendeschleife Schönfelder Weg zunächst im Stundentakt. In einer zweiten Stufe soll dann der Takt auf 30 Minuten verkürzt werden, vorausgesetzt, die Umbauarbeiten am alten Busbahnhof sind beendet und die neuen Haltestellen am Bahnhofsvorplatz fertiggestellt. "Beide Takte sind auf den Anschluss zur Bahnlinie RE 3 von und nach Berlin abgestimmt", sagt Verkehrsleiter Greifenberg.

Gänzlich neu ist das Angebot an Wochenenden. Die Stadtbuslinie 870 zieht sonnabends und sonntags sowie an Feiertagen ihre Runden zwischen Carl-Friedrich-Benz-Straße und Schönfelder Weg im Zeitraum von 6.35 Uhr bis nach Mitternacht.

Die Wahl der Strecke zwischen BBG-Betriebshof Bernau, Bahnhof und Ende Schönfelder Weg kommt nicht von ungefähr. "Wir reagieren mit einer verbesserten Anbindung an das ÖPNV-Netz auf den starken Zuwachs in Bernau. Mit unseren Leistungen wollen wir die Zuzügler erreichen", sagt Alexander Greifenberg. Mit dem Ausbau von Linie 870 bestehe die Chance, dass der eine oder andere Berufspendler  auf das Auto verzichte und den Bus zum Bahnhof nehme.

Dennoch ist der Endhaltepunkt an der Wendestelle im Schönfelder Weg nur ein Provisorium. Wenn die neue Straße im Wohngebiet Pankebogen fertig gebaut ist – die BBG rechnet mit Dezember 2020 – wird die Stadtbuslinie 870 auch durch den Pankebogen geführt, "Die Wendestelle kann für zusätzliche Linien Verwendung finden", glaubt Verkehrsleiter Greifenberg. "Im Moment sind wir dabei, an weiteren Angeboten für Bernau zu arbeiten."

Eine Verdoppelung der Stadtbuslinien von drei auf sechs und der Verkehrsleistungen in Bernau bis 2025 ist das klare Ziel von Bürgermeister André Stahl. Für die Stadt bedeute das, die Frequenz des Bushaltestellenausbaus entscheidend zu erhöhen, sagt er.

Busfahrer sind Mangelware

Auf eine Steigerung der Leistungen im Öffentlichen Personennahverkehrs setzen auch Landrat Daniel Kurth (SPD) und der Barnimer Kreistag. In den Doppelhaushalt 2020/21 sind zusätzliche Summen in Größenordnung dafür eingestellt worden. Doch die Erweiterung des Angebots der kreiseigenen Busgesellschaft geht nicht nur mit einer Vergrößerung der Fahrzeugflotte einher, sondern auch mit einer Aufstockung der Mitarbeiterzahl. Doch Busfahrer sind kaum zu haben. Seit Berlin die Tarife erhöht hat, entscheiden sich insbesondere Berufsanfänger für eine Tätigkeit in der Hauptstadt, weiß BBG-Geschäftsführer Frank Wruck. Landrat Kurth ahnt: "Wir müssen die Attraktivität der Arbeitsplätze erhöhen, möglicherweise, indem wir über Betriebswohnungen nachdenken." Auf jeden Fall steht für ihn fest: "Wir haben noch viele Sorgen mit dem ÖPNV, aber zumindest, was unsere Busgesellschaft betrifft, versuchen wir, die Probleme zu lösen."

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