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Kinderheim "Regenbogenhaus Kriele"
Ministerin Britta Ernst sieht keine Hinweise auf Kindeswohlgefährdung

Britta Ernst (SPD), Bildungsministerin von Brandenburg, spricht im Landtag.
Britta Ernst (SPD), Bildungsministerin von Brandenburg, spricht im Landtag. © Foto: Monika Skolimowska/dpa
dpa / 12.12.2019, 11:58 Uhr
Potsdam/Kriele (dpa) Brandenburgs Jugendministerin Britta Ernst (SPD) hat bislang keine Hinweise auf eine Gefährdung des Kindeswohls in einem Kinderheim im havelländischen Kriele.

Das ZDF-Magazin "Frontal 21" hatte berichtet, dass im "Regenbogenhaus Kriele" schamanische Rituale mit schwer traumatisierten Kindern durchgeführt würden. Außerdem würden Kinder von Betreuern durch "Drauflegen" fixiert. "Bei einer sofortigen, unangekündigten Überprüfung des Heims wurden keine Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung festgestellt", sagte Ernst am Donnerstag im Landtag zu einer Anfrage der Linke-Fraktion.

Allerdings habe das Ministerium die Betreiber und die zuständigen Jugendämter zu Stellungnahmen aufgefordert und auch vorsorglich die Staatsanwaltschaft informiert, sagte Ernst. Die Stellungnahmen lägen noch nicht vor.

Ernst erklärte, das Fixieren von Kindern gehöre zur pädagogischen Praxis in Situationen, in denen Kinder sich selbst oder andere gefährden könnten. Die Durchführung von schamanischen Ritualen sehe sie skeptisch. Das zuständige Jugendamt halte dies aber für pädagogisch zulässig, sagte Ernst.

Nach Angaben der Ministerin gibt es in Brandenburg rund 1500 Einrichtungen der stationären Jugendhilfe mit insgesamt 7000 Plätzen. Diese reichten von kleinen Wohngruppen mit vier bis sechs Bewohnern bis zu größeren Heimen mit bis zu 30 Plätzen. Etwa die Hälfte der dort betreuten Kindern und Jugendlichen kämen aus anderen Bundesländern.

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