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Rückforderungen
Schüle fordert Bund zu Verständigung im Hohenzollernstreit auf

Potsdam: Manja Schüle (SPD), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur von Brandenburg.
Potsdam: Manja Schüle (SPD), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur von Brandenburg. © Foto: Soeren Stache/dpa
dpa / 12.12.2019, 13:23 Uhr - Aktualisiert 12.12.2019, 13:28
Potsdam (dpa) Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) hat die Bundesregierung zu einer Verständigung über das weitere Vorgehen im Streit um Rückforderungen der Hohenzollern aufgerufen.

Bei den Auseinandersetzungen mit den Nachfahren der letzten Monarchie in Deutschland geht es um Immobilien sowie Kunstschätze aus den Beständen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und des Deutschen Historischen Museums. Brandenburg hatte die Verhandlungen mit den Hohenzollern im Sommer abgebrochen und einen bis dahin ruhenden Prozess wieder aufgenommen.

"Wir müssen uns nun mit dem Bund und dem Land Berlin abstimmen, wie wir weiter vorgehen", erklärte Schüle am Donnerstag im Landtag zu einer Anfrage der Linke-Abgeordneten Isabel Vandre. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hatte Ende November bei der Brandenburger Landesregierung angefragt, wie sie im Streit mit den Hohenzollern weiter vorgehen wolle. Gleichzeitig warnte der Bund bei einer Entscheidung auf dem Rechtsweg vor dem "Risiko, dass die Stiftungen im absoluten "Worst Case" tausende Objekte an das Haus Hohenzollern herausgeben müssten".

Die Geschichte der Region habe das Herrscherhaus 600 Jahre lang mitgeprägt, sagte Schüle. "Dieses kulturelle Erbe gilt es zu bewahren", betonte sie. "Meine Phantasie reicht jedenfalls nicht so weit, mir vorzustellen, dass unser Schloss Cecilienhof jemals wieder ein Wohnsitz der Familie der Hohenzollern wird."

Die Brandenburger Linke hatte im Landtagswahlkampf eine Volksinitiative gestartet mit dem Ziel, dass die Forderungen der Hohenzollern von den staatlichen Stellen zurückgewiesen werden sollen. Diese Initiative hätten inzwischen 14 000 Brandenburger unterschrieben, teilte die Linke am Donnerstag mit. Wenn 20 000 Unterschriften erreicht werden, muss sich der Landtag mit der Forderung befassen.

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