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Stilllegung
Leag hofft auf Weiterbetrieb von Tagebau im Januar

Kühltürme des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde.
Kühltürme des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde. © Foto: Jacqueline Westermann/MOZ
dpa / 12.12.2019, 15:57 Uhr - Aktualisiert 12.12.2019, 17:07
Jänschwalde (dpa) Das Energieunternehmen Leag hofft auf eine Wiederaufnahme des Regelbetriebs im Tagebau Jänschwalde Mitte Januar. Die Grube ist seit dem 1. September vorübergehend stillgelegt, weil eine Umweltverträglichkeitsprüfung fehlt.

Das Verwaltungsgericht Cottbus hatte deshalb entschieden, dass der Tagebaubetrieb vorläufig eingestellt werden muss. Eine Fristverlängerung für die fehlende Umweltverträglichkeitsprüfung als Voraussetzung für den Weiterbetrieb hatten die Richter abgelehnt.

Die erweiterten Unterlagen der Umweltverträglichkeitsprüfung seien eingereicht, sagte Leag-Arbeitsdirektor Jörg Waniek am Donnerstag vor Mitarbeitern an den Tagebauanlagen. "Wir hoffen auf eine positive Entscheidung von den Behörden ab Mitte Januar."

Vorausgegangen war eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gemeinsam mit der Grünen Liga. Die Umweltschützer befürchten, dass Filterbrunnen im Bereich des Tagebaus besonders geschützte Gebiete wie etwa Moore gefährden.

Derzeit ist eine Mehrzahl der Mitarbeiter für den Sicherheitsbetrieb vor Ort im Einsatz. Rund 200 Mitarbeiter arbeiten nach Angaben der Leag derzeit in den sächsischen Tagebauen Nochten und Reichwalde, etwa 70 Mitarbeiter verstärkten die Produktionsbereiche des Tagebaus Welzow-Süd. Insgesamt arbeiten eigentlich rund 700 Menschen im Tagebau Jänschwalde.

Die Gewerkschaft IGBCE Nordost forderte eine schnelle Entscheidung für die Aufhebung des Tagebaustopps. Seit Monaten wüssten die Mitarbeiter nicht, wie es weitergehe, sagte Landesbezirksleiter Oliver Heinrich am Donnerstag vor der Mahnwache an den Tagebauanlagen. Besonders vor Weihnachten sei es wichtig, ein Zeichen der Solidarität mit den betroffenen Kohle-Kumpel zu setzen und ihnen Mut zu machen.

Am 19. Dezember wird Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) an einer Mahnwache am Tagebau teilnehmen, wie sein Ministerium am Donnerstag mitteilte.

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