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Neue Mitarbeiterin
Die Kinder-Kümmerin im Frauenhaus Oberhavel

Neue Mitarbeiterin im Frauenhaus: Stefanie Grimmla ist vor allem für die Kinder im Frauenhaus da.
Neue Mitarbeiterin im Frauenhaus: Stefanie Grimmla ist vor allem für die Kinder im Frauenhaus da. © Foto: Vorname Nachname
Burkhard Keeve / 13.12.2019, 18:12 Uhr
Oranienburg (MOZ) Jahrelang hat der Märkische Sozialverein (MSV) Oberhavel darum gekämpft, das Frauenhaus besser personell auszustatten. Jetzt kam endlich der Zuschlag. "Für uns ist das ein wirklicher Erfolg", sagt MSV-Geschäftsführerin Gabriela Wolff. Mit der zusätzlichen Stelle werde eine große Lücke geschlossen. Denn neben den Frauen, die betreut werden müssen, wenn sie aus einer Notsituation heraus von zu Hause fliehen müssen, sind oft auch Kinder betroffen.

Seit acht Wochen kümmert sich jetzt Stefanie Grimmla um die Kinder im Frauenhaus. Derzeit sind es drei Kinder im Vorschulalter, die gemeinsam mit ihrer Mutter im Frauenhaus Oberhavel Unterschlupf gefunden haben.

Stefanie Grimmla kommt aus Leegebruch. Sie ist 32 Jahre alt und hat selbst drei Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren. Vorher arbeitete sie als Erzieherin in einer Krippe in Leegebruch. Doch schon eine Weile lang habe sie ihre Fühler nach einer neuen Herausforderung ausgestreckt. "Da bin ich auf die Ausschreibung für die Stelle im Frauenhaus gestoßen."

Auch für ihre Chefin, Gabriela Wolff, geht ein Wunsch in Erfüllung. "Wir müssen die Kinder stark machen, ihnen Selbstbewusstsein vermitteln, damit sie lernen, Nein zu sagen." Mit der neuen Stelle habe der MSV auch "die einmalige Chance" den Bereich Prävention zu stärken.

Stefanie Grimmla fängt bei den Kindern im Frauenhaus erst einmal mit ganz kleinen Schritten an. Vertrauen gewinnen durch basteln und spielen, zuhören, nachfragen, "ihnen helfen, das Erlebte zu verarbeiten", sagt sie. "Ich bin erschrocken darüber, dass es so eine Stelle für Kinder im Frauenhaus bisher nicht gab." Denn die Mütter seien oft sehr mit sich selbst beschäftigt, um mit ihrer Situation klarzukommen. Dazu gehört auch, eine neue Wohnung zu suchen sowie etliche Ämtergänge und Arztbesuche. Wenn dann noch Sprachprobleme bestehen, wird es doppelt so schwer. Stefanie Grimmla: "Auch darunter leidet dann die Mutter-Kind-Beziehung."

Sie versucht im Frauenhaus, dem Alltag der Kinder eine Struktur zu geben. Regelmäßig Frühstück machen, anziehen, Fernseher ausmachen, beschäftigen. "Auch einen regelmäßigen Mittagsschlaf brauchen sie unbedingt." Es liegt noch viel Arbeit vor Stefanie Grimmla. Mit ihr sind es drei Mitarbeiterinnen, die sich um Frauen und jetzt auch Kinder in Not im Frauenhaus Oberhavel kümmern.

Unsere Zeitung ruft in seiner Weihnachtsaktion weiter zu Spenden fürs Frauenhaus auf. Der aktuelle Kontostand liegt bei 2 545 Euro, doppelt so viel wie vor einer Woche.

Spenden gehen an:Kontoinhaber: Märkischer SozialvereinStichwort: OGA-Frauenhaus-AktionIBAN: DE0916 050 0003 7400 22700Spendenquittung: Dafür bitte die vollständige Adresse angeben.

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