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über das Monster der Bürokratie
Keiner will’s gewesen sein

Andreas Wendt
Andreas Wendt © Foto: Gerrit Freitag
Meinung
Andreas Wendt / 13.12.2019, 19:56 Uhr
Potsdam (MOZ) An Beispielen mangelt es wahrlich nicht. In welche Branche man auch hineinschnuppert, an der Bürokratie lässt niemand ein gutes Haar.

Der Bau stöhnt über Dokumentations- und Nachweispflichten, lange Bearbeitungszeiten und aufgeblähte Vergabeverfahren, und selbst Otto Normalverbraucher bekommt das zu spüren, wenn es ums eigene Heim oder einen Gerichtsprozess geht.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke prangert das nun an, sollte aber vorher einmal in sich gehen, ob nicht auch das Land eine Mitschuld daran trägt, dass die Bürokratie zu einem schier übermächtigen Monster ausgewachsen ist. Der BER ist das anschaulichste Beispiel. Da nützt es auch nichts, wie im Fall eines seit zehn Jahren geforderten, zweiten Gleises zwischen Lübbenau und Cottbus mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Bei der Tesla-Ansiedlung hat sich die Landesregierung selbst unter Druck gesetzt, weil sie weiß, dass ein Milliardär wie Elan Musk nicht lange fackelt, wenn die Mühlen zu langsam mahlen. Wenn es dort klappt, warum nicht überall?

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