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Bescherung
60 Kinder mit Geschenken glücklich gemacht

Bescherung am See in Diensdorf-Radlow: Malia bittet den Weihnachtsmann für ihren kleinen Bruder um eine Nuss.
Bescherung am See in Diensdorf-Radlow: Malia bittet den Weihnachtsmann für ihren kleinen Bruder um eine Nuss. © Foto: Ruth Buder
Ruth Buder / 27.12.2019, 07:30 Uhr
Diensdorf-Radlow Womit wird er wohl in diesem Jahr anreisen, der Weihnachtsmann? Das fragen sich die rund 250 Besucher der öffentlichen Bescherung am Strand in Diensdorf-Radlow, als sie am Heiligen Abend bei Kinderpunsch und Glühwein auf den guten Alten warten. Dann tuckert er auch schon heran, begleitet von zwei Rentieren auf dem Motorrad, er selbst bequem in einem Oldtimer sitzend und mit der Glocke seine Ankunft ankündigend. Am Lenkrad Tino Weser, der den schwarzen BMW, der 1933 als einer der ersten in Eisenach gebaut worden ist, nach 70 Jahren Stillstand in der Garage wieder flott gemacht hat. Der stattliche Mann mit Rauschbart steigt aus, um es sich auch gleich wieder auf einem Stuhl bequem zu machen. Schließlich hat er zwei Säcke und einen Karren voller Geschenke an etwa 60 Kinder zu verteilen. Die sind mehr oder weniger aufgeregt, singen brav oder haben ein Gedicht mitgebracht.

Eine ganz besondere Bitte hat die siebenjährige Malia Stoltmann für ihren kleinen Bruder auf Mamas Arm: "Lieber Weihnachtsmann, da er ja noch wachsen muss, schenk ihm Kraft und eine Nuss." Auch der fünfjährige Philip ist an diesem frühlingshaften Nachmittag dabei. Er lebt in einem Heim in Märkisch-Oderland und ist heute zu Besuch bei seiner Schwester Leonie. Die 13-Jährige wohnt seit mehr als zwölf Jahren bei ihren Pflegeeltern Kerstin und Heiner Kühn in Diensdorf-Radlow. "Mein Bruder hatte sich gewünscht, zu Weihnachten bei uns zu sein", sagt das Mädchen. Die zweijährige Frida und ihre fünfjährige Schwester Magnolia feiern das erste Mal Weihnachten in Deutschland. Ihre Mutter Alida Kuhn lebte lange in den USA und Mexiko, vor einem halben Jahr ist sie mit ihrer Familie in ihre Heimat zurückgekehrt.

Nach etwa 45 Minuten halten alle Kinder Geschenke in der Hand. Und alle Jahre wieder schreitet der Weihnachtsmann zur Feuerschale, um die Rute zu verbrennen.  Dann ist noch Zeit für ein Fotoshooting und ein Pläuschchen mit dem weißbärtigen Star des Tages. Hinter seiner Maskerade konnten Ortskundige ihren Bürgermeister Stefan Petrick entdecken, der sich in jedem Jahr gemeinsam mit seinem Förderverein Alte Schulscheune und der Feuerwehr diesen Spaß mit den Kindern macht.

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