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Das 22. Neujahrsblasen am Askanierturm zog mehr als 1000 Besucher an. Auch in Althüttendorf wurde 2020 mit traditionellen Tönen begrüßt.

Party
Von Trübsalblasen keine Spur

Susan Hasse / 01.01.2020, 20:30 Uhr
Eichhorst (MOZ) Es ist zur guten Tradition in der Schorfheide geworden zum Jahresanfang zu Blasen. Melodisch, laut und klar in den kalten Januartag hinein: Sowohl in Eichhorst als auch in Altenhüttendorf wurde am ersten Tag des Jahres wieder kräftig in die  Mundstücke geblasen. Zum mittlerweile 22. Neujahrsblasen nach Eichhorst zog es auch diesmal mehr als 1000 Besucher, um den ersten Tag des Jahres zu begrüßen. Insgesamt fünf Jagdhornbläsergruppen aus verschiedenen Orten haben gemeinsam traditionelle Lieder auf ihren Jagdhörnern geblasen. Die Hubertusstocker Jagdhornbläser unter Leitung von Lutz Hamann spielten fehlerfrei verschiedene jagdliche Stücke und gaben die Bühne frei für die angereisten Musiker. Die Bläsergruppe Federspiel, die Gruppe Waldhornklang aus Rüdersdorf sowie die Jagdhornbläser aus Liebenwalde gaben sich auch in diesem Jahr ein Stelldichein am historischen Askanierturm. Höhepunkt war dabei für die meisten Besucher die Alphörner, deren beeindruckende Klänge sonst nur in den Bergen zu hören sind sowie die französischen Parforcehörner. Besonderer Ehrengast war in diesem Jahr Theodor Fontane. Der Eichhorster Henry Pepinski alias Fontane hatte den feinen Ausgehfrack angezogen und das offizielle Fontane-Jahr würdevoll und mit Humor und Esprit zu Ende gehen lassen. Fontane wäre am 30. Dezember 2019 200 Jahre geworden. Der historische Platz am Askanierturm passte perfekt in die historische Darstellung. Schließlich hatte einst Fontanes Dichterkollege Friedrich Brunold vor rund 140 Jahren den Bau des Askanierturms initiiert, der heute an der Südspitze des Werbellinsees zum wichtigen touristischen Anziehungspunkt geworden ist.  Für das leibliche Wohl vor Ort sorgte Familie Ruf aus Joachimsthal, die Erbsensuppe und  Wildbratwürste aus der Schorfheide verkaufte. Doch auch sämtliche Gastronomen in Eichhorst hatten zum Neujahrstag geöffnet, niemand musste den Ort hungrig verlassen.

Ein paar Kilometer Luftlinie entfernt am Ufer des Grimnitzsees begrüßte auch der Heimatverein Althüttendorf das neue Jahrzehnt mit Bläsern. Das 1. Berliner Feuerwehr-Orchester spielte auf ihren Instrumenten schwungvolle Lieder zum Schunkeln, Schwoffen und Singen. Dazu gab es Glühwein, Bier und die ersten Bockwürste des Jahres. Zudem kürte der Heimatverein auch in diesem Jahr die schönste Weihnachtsbeleuchtung im Dorf. Familie Kempin, Familie Köhler und das Restaurant Natura konnten sich über Preise freuen.

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