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Neujahrsempfang
Insgesamt steht Ketzin/Havel gut da

Wolfgang Balzer / 16.01.2020, 12:50 Uhr
Ketzin/Havel Es ist in der Havelstadt zu einer guten Tradition geworden. Wenn Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) zum Neujahrsempfang einlädt, werden alljährlich verdiente Bürger für ihr Engagement in der Stadt mit einer Eintragung in das Goldene Buch der Stadt geehrt. Am Mittwoch wurde diese Ehre Karola Rednitz und Harry Sarow zu teil.

Während sich Karola Rednitz seit vielen Jahren ehrenamtlich im Seesportclub engagiert, auch die Außenanlagen pflegt und bei der Vorbereitung der Tombola der Frauengruppe für den Weihnachtsmarkt mitwirkt, kümmert sich Harry Sarow in seiner Freizeit seit fast 20 Jahren um Menschen mit Behinderungen in der AWO-Wohngruppe in der Plantagenstraße. Diese Ehrungen entsprach auch dem Anliegen dieses Neujahrsempfanges, zu dem neben Vertretern der Politik und Wirtschaft vor allem ehrenamtlich sozial engagierte Ketziner geladen waren. In diesem Sinne konnte der Bürgermeister dann auch zusammenfassend erfreut feststellen, dass Ketzin/Havel, abgesehen von der finanziellen Situation, insgesamt gut da stehe. Überall sei viel Dynamik zu spüren, viel Kreativität und Tatendrang.

Dazu zähle auch die Mitwirkung an der Gestaltung der Stadt, beispielsweise über den mit 50.000 Euro ausgestatteten Bürgerhaushalt. 900 Bürger haben an der Entscheidung mitgewirkt, das Geld trotz angespannter Haushaltslage für Spielplätze, die Ausstattung der Feuerwehren, die Europaschule und öffentliche Grünanlagen zu investieren.

Die angespannte Ketziner Haushaltslage sei unter anderem auch durch gesetzliche Festlegungen wie das beitragsfreie Kita-Jahr und die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge entstanden, die die Stadt stark zusätzlich belasten. Das Ergebnis sei, so Lück, dass der erste Entwurf des Haushaltes 2020 ein Defizit von 800.000 Euro auswies. Nach mehreren Haushaltsklausuren und auch Einschränkungen der so genannten freiwilligen Leistungen der Stadt, beispielsweise durch Einführung verschiedener Nutzungsgebühren für kommunale Einrichtungen, konnte das Defizit auf rund 230.000 Euro verringert werden, so dass durch die entsprechende Entnahme aus der städtischen Rücklage ein ausgeglichener Haushalt für 2020 möglich wird.

In der Rede des Bürgermeisters wurde auch über den Stand der städtischen Großprojekte informiert, unter anderem über die Aufstellungsbeschlüsse für die Bebauungspläne "Zuckerfabrik" und "Energiewendelabor". Die Erschließungsarbeiten auf der "Baumschulwiese" haben begonnen und auch die kleineren neuen Wohngebiete am Brückenkopf und an der Potsdamer Straße sind fast komplett bebaut. Alles das stellt vor neue Herausforderungen in der Infrastruktur und auch in der sozialen Struktur. Wie darauf zu reagieren sei, solle das bereits in Vorbereitung befindliche Stadtentwicklungskonzept beantworten, betonte Lück.

Auch die Wiederinbetriebnahme des Bahnbetriebes nach Wustermark werde deshalb seitens der Stadt unterstützt. Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Tschirch hatte bereits während der Begrüßung der Gäste des Neujahrsempfanges nachdrücklich angemerkt, dass durch die neuen Stadtteile keine unterschiedlichen sozialen Strukturen in der Stadt entstehen dürften.

Ein schönes Resümee konnte Bernd Lück auch zu den Sport- und Kulturveranstaltungen ziehen. Allein die Aufzählung war lang. Unter anderem nannte er den traditionellen Radwandertag, Volkstriathlon, Havelbadetag, Spiel- und Sportfest, Sommer- und Erntefeste und auch die Weihnachtsmärkte und verschiedene historische und künstlerische Ausstellungen. "Bei uns war immer was los", konnte der Bürgermeister feststellen.

Natürlich fehlte in der Aufzählung das Fischerfest nicht. Und für das bevorstehende dreißigste konnte Lück an diesem Abend auch eine verbindliche Zusage erhalten. Fischerkönigin Lena Kiefel möchte sich für eine zweite Amtszeit bewerben. Und da das soziale Engagement auf dem Neujahrsempfang besonders gewürdigt wurde, erhielt der 80-jährige Manfred Massow außer Blumen und Urkunde viel verdienten Beifall. Er wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft der Ketziner Freiwilligen Feuerwehr geehrt.

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