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Gigafactory
Versorgung von Tesla mit Wasser ist nicht gewährleistet

Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) widerspricht Aussagen der Landespolitik, wonach die Wasserversorgung der Tesla-Fabrik bei Grünheide in der ersten Ausbaustufe bereits gesichert sei.
Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) widerspricht Aussagen der Landespolitik, wonach die Wasserversorgung der Tesla-Fabrik bei Grünheide in der ersten Ausbaustufe bereits gesichert sei. © Foto: Patrick Pleul/dpa
Ina Matthes / 16.01.2020, 17:59 Uhr - Aktualisiert 16.01.2020, 21:11
Grünheide (MOZ) Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) widerspricht Aussagen der Landespolitik, wonach die Wasserversorgung der Tesla-Fabrik bei Grünheide in der ersten Ausbaustufe bereits gesichert sei. Die Gemeinde Grünheide liegt im Gebiet des Verbandes. Dieser sei zwar frühzeitig in die Gespräche  zur Ansiedlung  einbezogen gewesen, heißt es in einer Mitteilung des WSE.

Der Verband habe die Landesbehörden dabei aber auf die "umfangreichen und schwerwiegenden Probleme" mit der Trinkwasserversorgung und Schmutzwasserentsorgung für die Fabrik hingewiesen. "Gegenwärtig kann beides in dem von Tesla gewünschten Zeitrahmen nicht gewährleistet werden", sagte die Verbands-Sprecherin Sandra Ponesky.

Laut WSE-Angaben gilt das auch für die erste Ausbaustufe der Fabrik. Es gebe technische und administrative Probleme. Hinweise darauf würden aber vom Landesamt für Umwelt und dem Umweltministerium "bis heute nicht ernst genommen."

Bereits im vergangenen Jahr hatte es im WSE Diskussionen um die Sicherung der Versorgung gegeben. In Spitzenzeiten gibt es schon jetzt Probleme, den Bedarf zu decken. Als Grund dafür wurden Zuzug  und höherer Bedarf genannt. Der WSE hatte die zulässige Fördermenge 2017 und 2018 überschritten. Daraufhin verhängte die obere Wasserbehörde beim Landesamt für Umwelt ein Bußgeld, gegen das der WSE Einspruch einlegte.

"Die Landesregierung ist optimistisch, dass sich die jetzt aufgeworfenen Bedenken des WSE ausräumen lassen" sagte Regierungssprecher Florian Engels am Donnerstag. Das Genehmigungsverfahren, in dem betroffene Institutionen und Bürger Stellungnahmen abgeben können, laufe. Parallel erfolgten Gespräche zu wichtigen Einzelthemen wie Wasser und Abwasser. Deshalb sei das Landesamt für Umweltschutz seit langem im Kontakt mit dem WSE.

Tesla hat unterdessen am Donnerstag in Grünheide seine Infobox als Kontaktstelle mit den Bürgern eröffnet.

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