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Gigafactory
Zweistufiges Entwicklungskonzept für Tesla-Gelände

Bis Ende 2021 soll ein Flächenmanagement für zusätzliche Wohnbauten und die soziale Infrastruktur vorgelegt werden.
Bis Ende 2021 soll ein Flächenmanagement für zusätzliche Wohnbauten und die soziale Infrastruktur vorgelegt werden. © Foto: Patrick Pleul/dpa
Ulrich Thiessen / 16.01.2020, 19:32 Uhr
Potsdam (MOZ) Die brandenburgische Landesplanung wird mit den betroffenen Kommunen rund um das künftige Tesla-Gelände ein zweistufiges Entwicklungskonzept erarbeiten.

Damit soll bis Ende 2021 ein Flächenmanagement für zusätzliche Wohnbauten und die soziale Infrastruktur vorgelegt werden. Das erklärte Infrastruktruminister Guido Beermann (CDU) am Donnerstag im zuständigen Landtagsausschuss. Philip Zeschmann (BVB/Freie Wähler) schlug vor, verstärkt die Infrastruktur von Fürstenwalde zu nutzen, um Grünheide nicht weiter zu zersiedeln. Der verkehrspolitische Sprecher der Linken, Christian Görke, forderte, dass der RE1 nicht erst wie geplant ab 2022, sondern schon früher auf drei Fahrten je Stunde verdichtet, mit den entsprechenden Halten in Fangschleusen. Der Bahnhof wird jetzt nur einmal pro Stunde je Richtung angefahren.

Beermann informierte, dass in nächster Zeit die Elektrifizierung eines Anschlussgleises zum Gewerbegebiet Freienbrink notwendig wird und die Verschiebung des Bahnhofes Fangschleuse Richtung Werksgelände geprüft werden müssse. Außerdem gehe es um einen weiteren Autobahnanschluss, eine neue Bahnquerung und den vierstreifigen Ausbau der Landestraße 38, südlich des Gewerbegebietes und den Neubau einer Verbindungsstraße parallel zur Bahn. Konkrete Maßnahmen und Zeitschienen nannte der Minister nicht. Er forderte Vertrauen in die brandenburgischen Verwaltungen. Die seien in der Lage dieses große Projekt zu realisieren. Lars Günther (AfD) erklärte, dass angesichts von so vielen noch ungeklärten Fragen noch einmal nach einem neuen Standort für eine solche Fabrik gesucht werden sollte.

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Dirk Mahnke 17.01.2020 - 16:06:13

"Woher sollen die Arbeitskräfte schon 2020 kommen?"

Wer weiß, vielleicht kommen diese auch aus Polen, mit schmutzigen Dieselautos. Nach welchen Tarifen Tesla bezahlt, wurde noch nicht erwähnt. Jedenfalls werden kräftig Steuergelder fließen.

Horst Hirt 17.01.2020 - 11:25:14

unklare Infos zu Tesla - Absicht oder Unfähigkeit

"vierstreifigen Ausbau der Landestraße 38, südlich des Gewerbegebietes und den Neubau einer Verbindungsstraße parallel zur Bahn." Wo soll die L 38 4 spurig ausgebaut werden ? Sie ist schon jetzt mehrmals in der Woche eine Ersatzautobahn. Wohin soll die Verbindungsstraße gebaut werden ? nach Erkner ? Welcher Verlauf ? Woher sollen die Arbeitskräfte schon 2020 kommen? Es gibt in den umliegenden Landkreisen kaum geeignete Leute. Die Planung der notwendigen Infrastruktur soll erst bis 2022 erfolgen ? Der Bau dann bis 2030 ? Die Verantwortlichen müssen doch konkrete Vorstellungen haben ?

Ben Hagen 17.01.2020 - 08:38:07

unfassbar

4 streifiger Ausbau der L 38???? Schonmal auf die Karte geschaut,das diese Straße durch Hangelsberg geht?Wieviele LKW wollen die Herren da noch durchjagen?? Da leben Menschen an der Straße!!!Die wollen sicher nicht an einer Autobahn leben!!!Und eh irgentwelche Umgehungsstraßen oder neue Abfahrten gebaut sind wollen die Herren den Anwohnern solch unerträgliche Zustände zumuten?Unfassbar!

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