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Wirtschaft
Strausberger Zeitkapsel in der Bodenplatte versenkt

Jens Sell / 16.01.2020, 22:47 Uhr
Strausberg (MOZ) Die gewaltigen Erdbewegungen haben in den vergangenen Wochen schon die Aufmerksamkeit vieler Passanten erregt: Der frühere Park der Solidarität ist verschwunden. An seiner Stelle erstreckt sich eine riesige Baugrube. Auf deren planiertem Boden ist eine mehrere Quadratmeter große Betonfläche mit einem runden Loch gegossen, um das am Donnerstag eine Gruppe Offizieller und eine Gruppe Berichterstatter stehen: Grundsteinlegung für sechs Stadtvillen mit insgesamt 28 Eigentumswohnungen.

Die wichtigsten Leute

Wilhelm Schulte von der Schulte Familienstiftung sowie der gleichnamigen Baufirma verweist auf die riesige Baugrube: "Wir haben jetzt zügig angefangen und werden zügig weiterbauen, denn die Nachfrage drängt uns." Er füllte die Zeitkapsel mit den üblichen Requisiten: Einem Satz Euromünzen, Bauplänen und der aktuellen Märkischen Oderzeitung. Mitinvestor Michael Lion aus Berlin, Bauleiter Dennis Mattiesson und der Geschäftsführer der bauausführenden Intech GmbH Berlin, Izzit Cagac mit seiner Frau Semra Kirdar, verfolgen dies ebenso wie Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler, Gudrun Osang von der Schulte Familienstiftung, Nick Reinking von der Schulte Bau GmbH und die Vertriebsleiter Paul Siewert und Ludwig Melerowitz von der RL Immobilien GmbH  sowie Ines Kalb vom Vermessungsbüro Kalb, deren Mitarbeiter eine Drohne über der Zeremonie kreisen lässt. "Das Vermessungsbüro Kalb hat das ganze Grundstück aus der Luft vermessen und dokumentiert", sagt Wilhelm Schulte mit Blick nach oben. Ines Kalb weist danach auf die mit roter Signalfarbe bemalten Pfähle: "Wir müssen aber auch zu Fuß einige Arbeiten erledigen."

Der Vertrieb der Eigentumswohnungen, so berichtet Wilhelm Schulte, habe schon begonnen: "Auch deshalb hoffen wir auf einen zügigen und reibungslosen Baustart und Bauverlauf." Er habe schon viel positive Reaktionen darauf erfahren, dass auf dem Gelände des einstigen Parks der Solidarität jetzt eine gefällige Stadteingangssituation aus der Nordrichtung entstehen soll. Bürgermeisterin Elke Stadeler verwies auf das bereits bestehende neue Gebäude mit 15 barrierefreien Wohnungen und einer Dementen-Wohngemeinschaft: "Das Haus anstelle des Cafés Nord, das vor sich hin gammelte, ist eine echte Aufwertung dieser Ecke", betont sie. Sie beglückwünschte Wilhelm Schulte zu diesem "ersten großen Schritt, dass nun mit dem Bauen begonnen werden kann". Das moderne Ensemble schaffe ein Angebot, das die Menschen in der Region brauchen, sagte sie. Die Lage und Verkehrsanbindungen seien sehr gut. Aus Richtung Norden setzten der Neubau des Krankenhauses und später dieses Areal städtebauliche Akzente. Wilhelm Schulte sei in der Stadt kein Unbekannter: "Sie haben den früheren Straßenbahnhof saniert und mit der Tagespflege im Lokschuppen ein wichtiges Angebot installiert. Überall in Strausberg haben Sie Wohnraum geschaffen. Ich möchte mich auch bei Nick Reinking und den anderen Mitarbeitern dafür bedanken, was sie für Strausberg geleistet haben."

Vier Villen mit Tiefgarage

Der Grundstein befindet sich gewissermaßen am Baugrund der Tiefgaragen. Zwei Häuser werden vor dem Bestandsbau errichtet und zwei weitere direkt an der Wriezener Straße. Ihre Bewohner werden die Tiefgaragenstellplätze nutzen können. Zwei weitere Villen werden an der Gielsdorfer Chaussee platziert. Für sie werden Stellplätze oberirdisch angeordnet. "Insgesamt entstehen 28 Eigentumswohnungen mit gehobener Ausstattung und Fahrstuhl in allen Häusern. Die Geräumigsten sind 150 Quadratmeter groß", erläutert Gudrun Osang. Die Gesamtwohnfläche betrage 2500 Quadratmeter. Vertriebsleiter Paul Siewert bestätigt die starke Nachfrage: "Die ersten Objekte sind weg."

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