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Abschied
Regionalleiter der Wohnstätten geht in Ruhestand

Schlüsselübergabe: Ernst-Wolfgang Neumeister (l.) und Frank Tschentscher
Schlüsselübergabe: Ernst-Wolfgang Neumeister (l.) und Frank Tschentscher © Foto: MOZ/Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 17.01.2020, 07:00 Uhr
Reichenwalde (MOZ) 42 Jahre lang blieb er seinem Arbeitgeber treu, und zum Abschluss steht er am Sonntag im Mittelpunkt eines Gottesdienstes. Ernst-Wolfgang Neumeister, der Regionalleiter Oder-Spree der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, geht zum Monatsende in den Ruhestand.

Seit 2007 übt er seine aktuelle Funktion aus, in der er für die Wohnstätten in Reichenwalde und Erkner verantwortlich ist.  Davor war er von 1993 an Heimleiter am Standort Reichenwalde. Während seiner gesamten Zeit bei der Stiftung, die früher unter dem Titel "Anstalten" firmierte, erlebte er einen extremen Wandel bei der Betreuung von Menschen mit Behinderung. Das betrifft sowohl die räumliche Ausstattung als auch die Mitarbeiterzahl und pädagogische Konzepte.

"Als ich bei den Anstalten anfing, waren wir als Betreuer zu dritt, und 50 Menschen mussten sich einen Schlafsaal teilen", erzählt Neumeister. Zahlreiche bauliche Veränderungen im Laufe der Jahrzehnte ermöglichten es, dass die Betreuten mittlerweile alle in Doppel- oder sogar Einzelzimmern untergebracht sind. Die Zahl der Mitarbeiter stieg parallel auf etwa 45 alleine in Reichenwalde, wo sich diese um 88 Menschen kümmern. In Erkner, im Heim Gottesschutz, gibt es 166 Wohnplätze. Der Gottesdienst zu seinen Ehren am Sonntag ab 14 Uhr in der Hofscheune auf dem Gelände der Reichenwalder Wohnstätten wird gehalten von Pfarrer Sven Tiepner und der Theologischen Geschäftsführerin der Hoffnungstaler Stiftung, Andrea Wagner-Pinggéra.

Mehr Zeit für die 15 Enkel

Er selber behält auch im Ruhestand einige Aufgaben. Er vertritt die Stiftung im Vorstand der kirchlichen Waldgemeinschaft, bleibt im Integrationsbeirat des Landkreises Oder-Spree und Vorsitzender des Gemeindekirchenrates in seinem Wohnort Reichenwalde. "Ich freue mich aber auch, dass ich künftig mehr Zeit für meine 15 Enkel habe. Und sie freuen sich schon auf gemeinsame Unternehmungen", sagt er.

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