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Bauausschuss Falkensee
Rederecht im Ausschuss wird gut angenommen

Hier endet die Welt für den motorisierten Verkehrsteilnehmer in der Friedrich-Ludwig-Jahn Straße.
Hier endet die Welt für den motorisierten Verkehrsteilnehmer in der Friedrich-Ludwig-Jahn Straße. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 17.01.2020, 11:11 Uhr
Falkensee Ähnlich wie die Stadtverordnetenversammlungen beginnen nun auch die einzelnen Fachausschüsse in Falkensee mit einer Einwohnerfragestunde. Oder besser einer Halben, 30 Minuten sind für die Fragen der Einwohner vorgesehen. Dabei wird schnell klar, es sind verschiedenste Themen, die den Falkenseern unter den Nägeln brennen. Im Bau- und Werksausschuss sind es diese:

Den Ausbau der Spandauer Straße nicht ohne die Falkenhagener und Nauener Straße denken, so lautet die Bitte eines Anwohners aus der Nauener Straße. Der Anwohner regt eine Verkehrszählung für den Straßenzug an. Seiner Meinung nach, hätte der Verkehr auf der Straße zugenommen und damit auch die Lärmbelastung. In diesem Zusammenhang fragte er nach dem Lärmschutzplan der Stadt. Dazu Bürgermeister Heiko Müller (SPD): Der Lärmschutzplan befinde sich gegenwärtig in der dritten Bearbeitungsstufe. Was die Nauener Straße angeht, handele es sich hier um eine Landstraße (201), zuständig wäre also der Landesbetreib Straßenwesen.

Das Rathaus präsentiere sich nicht gut, sagt ein Anwohner und meint damit das Umfeld des Rathauses. Mit dem Auto angereist, riskiere der Besucher einen Achsbruch, sagt der Anwohner. "Ein Rathaus sollte doch einen guten Eindruck erwecken. Lässt sich hier nichts ändern?" "Nehmen wir mal mit", verspricht der Bürgermeister.

Der Ausbau der Spandauer Straße stand auf der Tagesordnung für die Sitzung. Zur Fragestunde war noch nicht klar, ob und wenn ja wie viele der ehemals hundert Linden weiterhin Teil einer Planung bleiben. Ob beim Ausbau der Spandauer Straße auch ausreichend Geld für einen guten Wurzelschutz für die Bäume geben würde, wurde gefragt. Bürgermeister Heiko Müller versichert: "Es werden ausreichend Mittel zum Schutz der Bäume eingesetzt."

Verkehr ist wie Wasser, er sucht sich seinen Weg. So auch in der Moselstraße. Nachdem in der Friedrich-Ludwig-Jahn Straßen nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Stadt erst die Durchfahrt durch bauliche Maßnahmen unattraktiv gemacht, später das "Durchfahrt verboten-Schild aufgestellt und nun Barrieren auf der Fahrbahn  eine Durchfahrt unmöglich machen, fahren nun viele durch die Moselstraße. Aus seiner Sicht eines Anwohners sei die Sperrung rechtswidrig und er erklärt, dass er bereits Widerspruch beim Landkreis eingelegt habe. Er hat Vorschläge und Ideen mitgebracht, wie sich aus seiner Sicht die Situation für das ganz Quartier und nicht nur die Anwohner dieser einen Straße verbessern könnte.

Das sprenge dann doch etwas den zeitlichen Rahmen, sagt Ausschussvorsitzender Rainer van Raemdonck (AfD). Der Anwohner fragt: "Was unternimmt die Stadt, um den Verkehr aus der Moselstraße zu holen?" Dazu stellt Dezernent Thomas Zylla fest, dass es um diese Maßnahme schon sehr viele Diskussionen gegeben habe. Die derzeitige Variante sei von der Straßenverkehrsbehörde mit Auflagen wie Verkehrszählungen versehen. "Es braucht Zeit, bis sich alle Verkehrsteilnehmer daran gewöhnt haben", sagt er weiter. Gerd-Henning Gunkel (Grüne/Jugendliste) möchte den Punkt unter "Sonstiges" mit auf die Tagesordnung setzen.

Selbst schon lange amtierende Stadtverordnete kann man überraschen, nämlich dann, wenn sich in der Einwohnerfragestunde eine Einwohnerin aus Schönwalde zu Wort meldet. Sie ist aber auch in einer Falkenseer Bürgerinitiative aktiv und ihre Fragen berechtigt, also dann. Es geht um den Ausbau des Havelländer Weges und die Frage, ob und wann der Sandpistenteil ausgebessert wird. Und sie fragt nach der Sicherheit für die Kinder der Geschwister-Scholl-Grundschule mit Blick auf die Kreuzung Spandauer Straße Ecke Hamburger Straße.

Bürgermeister Müller erwähnt, dass die Einwohnerfragestunde in den Falkenseer Ausschüssen für die Einwohner der Stadt gedacht seien. Die besagte Kreuzung sei als schwierig bekannt sagt er. Mehr nicht, denn die Spandauer Straße, der Ausbau und die dazugehörigen Finessen sollten nur Minuten später erörtert werden. Und der Havelländer Weg? Hat das Potenzial, noch einige Sitzungen zu füllen.

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Frank Harmatiuc 18.01.2020 - 17:01:35

Sperrung der Friedrich Ludwig Jahn Straße

Falkensee hat über 40.000 Einwohner und man sollte meinen, dass ein vernünftiges Miteinander möglich sein sollte. Leider gibt es aber Einwohner, denen nur das eigene Wohlergehen am Herzen liegt. Wo soll das eigentlich hinführen, wenn jeder Egoist per Gerichtsentscheid seine Straße sperren lassen kann? Als Anwohner der Friedrich-Engels Allee habe ich sehr wohl Verständnis dafür, das auch Bewohner der Friedrich Ludwig Jahn Straße bei uns mit ihren Autos vorbeifahren wollen. Oder haben die gar keine Autos? Falls dem so ist, könnte man deren Straße beidseitig sperren, dann ist man unter sich und für das Umfeld und die Umwelt wäre es auch besser. Ich überlege gerade ob ich eine Sperrung unserer Straße beantragen sollte und aller Flughäfen wegen dem unerträglichen Lärm am Himmel

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