Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fußball
Nakkel mit zwei K und der Zwei

Erstmalig: Fünf Turniere gab es bislang um den Ostliga-Cup. SG Linum, Schwarz-Weiß Zaatzke und SG Sieversdorf heißen die Sieger aus den ersten Jahren. Den Sportfreunden Nakkel II gelang vorige Woche die Titelverteidigung. In einer Turnierpause stellten sich die Blau-Weißen mit ihren Fans auf der Tribüne im Sportcenter Neuruppin zum Mannschaftsbild.
Erstmalig: Fünf Turniere gab es bislang um den Ostliga-Cup. SG Linum, Schwarz-Weiß Zaatzke und SG Sieversdorf heißen die Sieger aus den ersten Jahren. Den Sportfreunden Nakkel II gelang vorige Woche die Titelverteidigung. In einer Turnierpause stellten sich die Blau-Weißen mit ihren Fans auf der Tribüne im Sportcenter Neuruppin zum Mannschaftsbild. © Foto: Matthias Haack
Matthias Haack / 17.01.2020, 18:45 Uhr
Neuruppin (moz) Richtig gelesen: Nicht wie gewohnt SV für Sportverein, sondern SF. Das steht für Sportfreunde. Und vor allem Nakkel mit zwei K und als Ergänzung noch die Römische Zwei. Teammanager Florian Kuhnert und Hannes Monschau erklären: "Unser Torwart kommt aus Nackel. Aus rechtlichem Hintergrund wurden Unterschiede zum dortigen Sportverein gewählt. Aus Respekt vor der Leistung der Leute auf dem Dorf, dass sie den Verein so beleben, haben wir uns für den Namen entschieden."

Am Sonnabend jubelte SF Nakkel II über den Erfolg beim Ostliga-Cup in Neuruppin. Nicht zum ersten Mal, denn das Freizeitteam verteidigte  mit dem 1:0-Finalsieg gegen 25 SB (ebenfalls ein Mixed aus Vereinskickern) den Pokal. Hannes Monschau: "Voriges Jahr, als wir hier gewonnen hatten, wurden wir von den echten Nackelern gefeiert. Das allein war geil. ,Jungs, macht weiter so’, hieß es 2019. Das passt also schon, dass wir den Namen tragen."

Florian Kuhnert: "Als unseren Grundstein würde ich den Bürgermeistercup sehen. Tobias Dachselt und Calvin Hahn waren schon dabei. Da hatten wir den Namen allerdings noch nicht." Das war vor vier Jahren. Inzwischen gehört die Truppe zu Stammgästen solcher Wettbewerbe auf Freundschaftsbasis. Viermal in Folge startete sie beispielsweise beim Derby-Cup in Wittstock. Kuhnert erinnert sich allerdings an die Geburtsstunde: "Das war in Zaatzke, eher von uns noch als Gaudi gesehen. Beim Derby-Cup kurz darauf lief es strukturierter, ernster."

Truppe aus aller Herren Länder

Väter der ersten Runde: Hannes Monschau und Florian Kuhnert. Monschau kickt beim Landesliga-Team von Hansa Wittstock, Kuhnert führt die Elf des FSV Heiligengrabe, derzeit Tabellenführer in der Kreisklasse. Sie kennen sich schon lange. "Florian war mein Trainer, als E-Junior bei Hansa. Unsere Freundschaft hat sich dann entwickelt, wir haben immer mehr miteinander gemacht und viel unternommen bis die Idee aufkam, bei Spaßturnieren mitzumachen." Aus dem Freundeskreis heraus entstand die bunt gemischte Truppe aus aller Herren Länder. Florian Kuhnert: "Anfangs aus der Region Wittstock, über Calvin Hahn kamen die Neuruppiner dazu."

Inzwischen schnürt mit Eric Finke sogar ein Mecklenburger die Töppen für SF Nakkel II. Über ihn ist der Kontakt entstanden, am Röbeler Nachtturnier teilzunehmen. Dort wurde vor drei Wochen die gesamte Gegnerschaft hinter sich gelassen. Heute geht es zum Wintercup nach Wusterhausen – alles Events unterm Dach. "Klar haben wir uns schon gedanklich mit Sommerturnieren beschäftigt", lenkte Kuhnert ein. "Aber es ist schwierig. Kaum ist die Saison in den Vereinen zu Ende, schon geht die Vorbereitung wieder los." In dieses enge Zeitfenster zu gehen, bedarf verlässlicher Zusagen. Monschau stellt klar: "Wir freuen uns auf den Winter, um dann gemeinsam kicken zu können."

Ein gewisser Ruf nach Spaß und auch Qualität eilt den Nakkelern in ihrer  fünften Saison voraus: Sieben Anfragen hat Florian Kuhnert allein in diesem Winter abgelehnt, "die bei uns mitsoccen wollten. Wir sind schon 22 Leute." Und auf noch etwas sind die Sportfreunde stolz:  "10 bis 15 Leute sind als Fans dabei. Voriges Jahr waren wir noch weitgehend ohne, in Röbel kamen sie mit Konfettikanone, Trommeln und Banner. Wir stellten die lautesten."

Trikotfarbe natürlich Blau

Früher lieh sich die Mannschaft ihre Spielkleidung aus. Jetzt aber tritt sie in eigenen Trikots auf – auch das in Anspielung auf den SV Blau-Weiß Nackel in dessen Farben. Jeder Nakkeler zahlte einen kleinen Obulus. Hinzu kam ein nicht unerheblicher Anteil von Teammitglied Michael Sassenhagen, der eine Firma in Wittstock hat – schon waren weiße Hose sowie blaue Trikots besorgt. Das Team stoppelt das Startgeld zwar von jedem zusammen, nimmt aber auch Preisgeld ein. 70 Euro war’s beim Derby-Cup. Inzwischen entstand ein kleines finanzielles Polster. Kuhnert und Monschau spielen mit einer Idee: "Wir haben ein Konto für eine Überraschung angelegt. Vielleicht wird das Geheimnis im nächsten Jahr gelüftet."

Zum Team gehören Kicker aus zehn Vereinen

Tobias Abend (Pritzwalker FHV)Jens Alms (Blumenthal)Jonas Bienert (Stahl Wittstock)Tobias Dachselt (MSV Neuruppin)Pascal Daube (Wusterhausen)Eric Finke (PSV Röbel)Pierre Gabelin (MSV Neuruppin)Calvin Hahn (Heiligengrabe)Marvin Hahn (Heiligengrabe)Stuart Hubert (Stahl Wittstock)Florian Kuhnert (Heiligengrabe)Johannes Lübcke (Dossow)Hannes Monschau (Hansa Wittstock)Christian Müller (Wusterhausen)Nico Otto (Heiligengrabe)Michael Sassenhagen (Stahl)Kevin Schmidt (Stahl Wittstock)Marten Sperling (Zaatzke)Patrick Schönfeldt (Stahl Wittstock)René Steinhauer (Blumenthal)Thomas Stintmann (Dossow)

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG