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Trainer gesucht
Herzsportler aus Angermünde suchen Übungsleiter

Frequenz immer im Blick: In der Klinik am Wolletzsee können Herzpatienten am Ergometer ihre Belastbarkeit trainieren. Für die Herzsportgruppe des ESV 49 fällt das Training künftig allerdings aus.
Frequenz immer im Blick: In der Klinik am Wolletzsee können Herzpatienten am Ergometer ihre Belastbarkeit trainieren. Für die Herzsportgruppe des ESV 49 fällt das Training künftig allerdings aus. © Foto: GLG
Susan Hasse / 17.01.2020, 19:16 Uhr
Angermünde Schlechte Nachrichten für Herzkranke: Die in Angermünde und Umgebung beliebte Herzsportgruppe des Eisenbahner Sportvereins ESV 49 Angermünde in der Klinik Wolletzsee muss künftig ihr Angebot einschränken. "Uns fehlen einfach die Trainer", so Jens Probstmeyer, Vorsitzender des Sportvereins.

Bereits vor einigen Wochen hat sich abgezeichnet, dass das aktuell angebotene Programm für die Herzsportler nicht mehr gehalten werden kann. Nun wird es für die rund 150 Herzsportler reduziert.

Kein Ergometer-Training mehr

Künftig kann der Verein für seine rund 150 Herzsportler nur noch Sport in der Turnhalle und in der Schwimmhalle der Reha-Klinik Wolletzsee anbieten. Die bisher beliebten Kurse an den Ergometern in der Reha-Klinik Wolletzsee muss künftig gänzlich gestrichen werden. Dass ist umso bedauerlicher, als dass dort der Ergometer-Raum gerade modernisiert wurde und modernste Gerät zur Verfügung stünde.

Auch der Teilnehmerkreis muss künftig drastisch eingeschränkt werden: An den Kursen dürfen nur noch Herzsportler teilnehmen, die eine Reha-sport-Verordnung ihrer Krankenkassen oder der Deutschen Rentenversicherung vorweisen können. Bislang konnten auch diejenigen weiter in der Gruppe bleiben, die offiziell als gesund galten. So entstanden viele langjährige Sport-Freundschaften, heißt es. Bereits seit Monaten hat sich der personelle Engpass für den Verein abgezeichnet. "Ursprünglich gab es für die Herzsportler mal sechs Trainer", erinnert sich Probstmeyer an die Anfänge der Herzsportgruppe in den 90er Jahren. Seit 1994 wird jeden Montag zwischen 17 und 19 Uhr in den Übungsräumen der Reha-Klinik trainiert. Die Teilnehmer kommen aus Angermünde, Joachimsthal und allen Dörfern ringsherum. Doch immer mehr Trainer sind über die Jahre abgesprungen. Entweder seien sie weggezogen oder hätten schlicht keine Zeit für die ehrenamtliche Tätigkeit im Sportverein, erzählt Probstmeyer. Eine besondere Ausbildung sei zudem notwendig. Die meisten Trainer seien Physiotherapeuten, die eine medizinische Grundbildung hätten. Neue Übungsleiter zu finden, gestalte sich als äußerst schwierig, so Probstmeyer. Von den jungen Leuten seien nur noch wenige zum Ehrenamt bereit. "Wir werden sehen, wie es weitergeht", bleibt Probstmeyer verhalten optimistisch. Vielleicht findet sich ja noch jemand, der Lust auf die illustre Runde der Herzsportler hat.

Besonderes Sportangebot des ESV

Die Herzsportgruppe wurde 1992 unter dem Dach des ESV Angermünde gegründet und bietet an der Reha-Klinik Wolletzsee jeden Montag Trainingsstunden für die Pumpe. Unter Aufsicht von speziell geschulten Trainern soll die Belastbarkeit des Herzens erhöht werden. Bei der Krankenkasse können Herzpatienten einen Antrag für den Rehasport stellen, die das finanziell fördert.⇥sha

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