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Aufnahme in die "Hall of Fame"
Große Ehre für Orafol-Chef Loclair

Ausgezeichnet: Dr. Holger Loclair (Mitte) nimmt die Urkunde von Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe und Moderatorin Judith Rakers entgegen.
Ausgezeichnet: Dr. Holger Loclair (Mitte) nimmt die Urkunde von Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe und Moderatorin Judith Rakers entgegen. © Foto: Marc-Steffen Unger
Friedhelm Brennecke / 17.01.2020, 20:34 Uhr
Oranienburg (MOZ) Ich konnte meine unternehmerischen Träume verwirklichen. Dafür bin ich sehr dankbar", sagt Oranienburgs Vorzeigeunternehmer Dr. Holger Loclair. Dankbar ist er zum einen Klaus Schmidbaur, der nach der Wende als Investor die Basis für die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung mit legte. Dankbar ist Holger Loclair jetzt aber auch über die hohe Auszeichnung, die ihm am Mittwoch in München zuteil wurde.

Crème de la Crème

Wer zur "Hall of Fame der Familienunternehmen", in die er aufgenommen wurde, gehört, der zählt ohne Wenn und Aber zur Crème de la Crème der deutschen Wirtschaft. Die besteht eben nicht nur Großkonzernen, in denen überbezahlte Manager das Sagen haben und Aktionäre nur auf hohe Dividenden hoffen.

Gerade die Vielfalt der familiengeführten Unternehmen erweist sich in konjunkturell schwierigen Zeiten als stabiler Faktor auf dem Arbeitsmarkt. 90 Prozent aller deutschen Unternehmen sind familiengeführt. Sie stellen fast 60 Prozent aller Arbeitsplätze. Nicht zuletzt setzen die meisten überdurchschnittlich auf Forschung und Entwicklung, sind innovativ, oft auch Technologietreiber und damit nicht selten sogar Weltmarktführer.

Das alles trifft auf Orafol, den Spezialisten für selbstklebende Folien, Klebebandsysteme und reflektierende Produkte, in vollem Umfang zu. Möglich gemacht hat dies Holger Loclair, der als junger Chemiker in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des damaligen VEB-Spezialfarben in Oranienburg seine Karriere startete. "Es gab nur ein kleines Zeitfenster, um aus dem ehemaligen VEB ein mittelständisches Unternehmen zu formen", erinnert sich Loclair noch genau.

Mit 66 Mitarbeitern startete man im Hinterhof der Krebststraße in die Marktwirtschaft. "Rasch stießen wir dort an räumliche Probleme", sagt Holger Loclair, ohne dessen fachliches Know-how, ohne dessen Ehrgeiz und Weitsicht der Betrieb nicht zu dem geworden wäre, was er heute ist.

Wirtschaftliches Juwel

Hätte die Stadt in den 1990er-Jahren dem aufstrebenden Unternehmen nicht schnell Platz im Gewerbepark Nord angeboten,  wäre das wirtschaftliche Juwel Oranienburg verlorengegangen.  Orafol blieb und gehört längst zu den größten Gewerbesteuerzahlern der Kreisstadt. Seit 1995 wechselten sich  Grundsteinlegungen und Richtfeste im Gewerbepark Nord in einem großen Tempo ab. Die Inbetriebnahme zweier neuer Produktionshallen steht kurz bevor. Das Ende der Expansion ist noch nicht erreicht, wenngleich der Platz im Gewerbepark Nord fast ausgereizt ist. Mehr als 550 Millionen Euro wurden am Stammsitz in Oranienburg investiert. Dazu wurden auch noch diverse Unternehmen zugekauft und Produktionsstandorte in Amerika aufgebaut.

"Es ist unglaublich, wie aus einem ehemaligen DDR-Betrieb eines der Top-500-Familienunternehmen in Deutschland geworden ist, das es sogar mit US-Giganten wie 3M und Avery Dennison aufnimmt. Das gibt es kein zweites Mal in Deutschland", würdigte Stefan  Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen, die Leistung von Loclair und Orafol.

Heute stehen bei Orafol allein in Oranienburg 1 080 Beschäftigte in Lohn und Brot. Orafol ist damit der größten Arbeitgeber in der Kreisstadt. Weltweit sind es inzwischen zirka 2 500 Beschäftigte, die einen Gruppenumsatz von 623 Millionen Euro erwirtschaften. Tendenz steigend. Geführt wird der Konzern von Holger Loclair aus der 2018 in Betrieb genommenen modernen Hauptverwaltung an der Orafolstraße 1.

FinanziellesEngagement

Orafol ist seit einigen Jahren Exklusiv-Partner von Hertha BSC Berlin und ebenso des Oranienburger Fußballclubs Eintracht.

Gespendet hat Orafol auch für einige Projekte der Stadt Oranienburg und sich dazu vertraglich verpflichtet..⇥bren

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