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Nachruf
Eine unersetzliche Stütze – Eberhard Sradnick ist gestorben

Eberhard Sradnick (1956–2020)
Eberhard Sradnick (1956–2020) © Foto: Jörg Kühl
Peggy Lohse / 19.01.2020, 14:13 Uhr - Aktualisiert 20.01.2020, 11:43
Beeskow (MOZ) Wer kannte ihn nicht in Leißnitz, Trebitz, Beeskow und Umgebung – als Nachbar, Tierarzt oder Politiker? Als Veterinärmediziner nahm er sich stets Zeit, nicht nur für die Leiden der Tiere, sondern auch für die Anliegen der Halter. Als Kaninchenzüchter galt er als umtriebige Koryphäe. In seinem Heimatort Trebitz traf man ihn häufig rund um sein Elternhaus an.

Als Politiker blieb er der Region verbunden und engagierte sich in der Stadt Friedland sowie im Kreistag Oder-Spree. In der öffentlichen Ausschusssitzung für Ländliche Entwicklung am Donnerstag wurde der traurigen Nachricht mit einer Schweigeminute gedacht.

Vom Tierarzt in den Kreistag

Geboren in Lieberose, besuchte er die Grundschule Trebitz, die Polytechnische Oberschule in Lieberose und machte 1975 an der Erweiterten Oberschule Beeskow Abitur. Nach dem Wehrdienst absolvierte er das Studium der Veterinärmedizin in Leipzig, 1984 erhielt er seine Approbation. Bis zur Wende war Dr. Sradnick Angestellter in staatlichen Tierarztpraxen in Lieberose und Birkholz, danach arbeitete er bis 2016 als selbstständiger Tierarzt in einer Praxis mit Karsten Beierlein in Beeskow.

Seit 1990 war er als Gemeindevertreter und Stadtverordneter von Friedland aktiv, zuletzt als Vorsitzender der Fraktion Die Linke/SPD und erster stellvertretender Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Außerdem war er Teil des Hauptausschusses mit Bürgermeister Thomas Hähle an der Spitze. Auf Kreisebene war er seit 2008 aktiv: als Abgeordneter der Linksfraktion und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. Für den Fraktionsvorsitzenden Artur Pech, der seitdem länger als  zehn Jahre mit Sradnick zusammengearbeitet hat, wird eine "in fachlicher Kompetenz und persönlichem Engagement große Stütze" fehlen. "Ich habe großen Respekt vor seinem Einsatz."

"Er war in der Region sehr verankert", so Pech weiter, habe sich mit grundsätzlichen Positionen gut eingebracht und sachlich, mit Bedacht an Problemen gearbeitet. Pech zollt seinem Mitstreiter "allergrößten Respekt und Dankbarkeit für seine Arbeit". Sradnick wird nicht zu ersetzen sein.

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