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SVV Ketzin/Havel
Baustraßenabrundung abgesegnet

Die Ketziner Stadtverordneten gaben grünes Licht für die städtebaulich sinnvolle Bebauung der Ecke Baustraße/Havelpromenade.
Die Ketziner Stadtverordneten gaben grünes Licht für die städtebaulich sinnvolle Bebauung der Ecke Baustraße/Havelpromenade. © Foto: Wolfgang Balzer
Wolfgang Balzer / 18.01.2020, 16:30 Uhr
Ketzin/Havel Fast während des ganzen Jahres 2019 wurde in der Ketziner Stadtverordnetenversammlung diskutiert, ob das vierte und letzte Mehrfamilienhaus des Komplexes in der Baustraße dort und unter welchen Voraussetzungen gebaut werden könnte oder eben auch nicht. Nun gaben die Kommunalpolitiker grünes Licht für die letzten fünf der insgesamt 23 Wohneinheiten auf der 1.852 Quadratmeter großen Fläche. Mehrheitlich stimmten sie sowohl dem Satzungsbeschluss als auch dem Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu.

Für den bisherigen Problempunkt, die nicht ausgewiesenen Parkplätze, gibt es einen Kompromiss mit dem Vorhabenträger. Demzufolge werden auf dem Areal sechs Stellplätze entstehen und der Investor ist bereit, bei Bedarf je fünf Parkplätze in der Karl-Liebknecht-Straße 3 und 8 und in der Baustraße anzumieten. Wie Bürgermeister Berd Lück (FDP) erklärte, kann der Investor zur Ausweisung weiterer Stellplätze nicht verpflichtet werden, da es für die Stadt keine Stellplatzsatzung gibt.

Mit der städtebaulich sinnvollen Abrundung dieser jetzt noch bestehenden Baulücke zur Havelpromenade soll gleichzeitig ein Verkehrsproblem gelöst werden. Die für Busse und LKW mit Anhänger enge Zufahrt zur Havelpromenade wird straßenbaulich erweitert, vorausgesetzt die Stadtverordneten stimmen im Februar mit dem Haushaltsplan für das laufende Jahr der Finanzierung zu. Der Investor erklärte sich bereit, die an der Zufahrt zur kleinen Festwiese befindliche Hecke zu entfernen und versetzt neu zu pflanzen. Das erfolgt im Zusammenhang mit der für solche Bauvorhaben üblichen Ersatzpflanzungen, die Bestandteil des Bauantrages sein werden.

Es kann davon ausgegangen werden, dass die dort befindlichen Bodendenkmäler in Form von Siedlungen der Ur- und Frühgeschichte und eines Gräberfeldes aus dem slawischen Mittelalter nicht zu einer Verhinderung der Baumaßnahme führen werden. Wie in der Begründung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan ausgeführt wird, würde die Denkmalfachbehörde einer Erlaubnis zur Veränderung bzw. Teilzerstörung zustimmen. Bedingungen dafür seien, dass diese auf das mögliche Minimum begrenzt werden und die Durchführung von baubegleitenden archäologischen Dokumentationen gewährleistet ist.

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