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700-Jahr-Feier
Kliestower sind vom Festfieber erfasst

Großzügige Spender: Allgemeinmedizinerin Dr. Cornelia Schmidt (l.) und die Familie von René Lischke (r.)  haben zusammen 1200 Euro für die 700-Jahr-Feier ihres Dorfes gespendet. Michael Macht (2v.l) und Ulrich Schultheiß bedankten sich im Namen des Festkomitees.
Großzügige Spender: Allgemeinmedizinerin Dr. Cornelia Schmidt (l.) und die Familie von René Lischke (r.)  haben zusammen 1200 Euro für die 700-Jahr-Feier ihres Dorfes gespendet. Michael Macht (2v.l) und Ulrich Schultheiß bedankten sich im Namen des Festkomitees. © Foto: René Matschkowiak
Ines Weber-Rath / 19.01.2020, 11:00 Uhr
Kliestow (MOZ; René Matschkowiak) Das Interesse der Kliestower an dem Thema war groß: Mehr als 70 Bewohner des Frankfurter Ortsteils waren in dieser Woche der Einladung zur Einwohnerversammlung in den Saal der ehemaligen Gaststätte gefolgt.

Dort wurden sie von Michael Macht mit den Worten "noch 220 Tage bis zum Festumzug am 22. August" begrüßt. Macht ist der Vorsitzende des Festkomitees zur Vorbereitung der 700-Jahrfeier Kliestows in diesem Jahr: Zwei Tage lang erwartet der Ortsteil, am 22. und 23. August, die Frankfurter zur Jubiläumsfeier.

Das Festkomitee, dessen Mitglieder Michael Macht vorstellte, könne sich bislang auf rund 50 Kliestower stützen, die seit fast einem Jahr regelmäßig an der Vorbereitung des Jubiläums mitwirken, berichtete der Cheforganisator. Er dankte Kliestows langjährigem Wirt Klaus Welenga fürs Bereitstellen des Saals für die Versammlung und seiner Wiese am See für die Jubiläumsfeier.

Eine für die Finanzierung des Festes wichtige Frage stehe vor der Klärung – die nach dem offiziellen Veranstalter. Die Verhandlungen mit dem Kliestower Heimatverein dazu liefen, informierte Ulrich Schultheiß vom Festkomitee.

Bislang werden alle Spenden fürs Fest auf ein bei der Kämmerei der Stadt geführtes spezielles Konto eingezahlt – ein aufwändiges Procedere, wie die Finanzverantwortliche des Festkomitees, Simone Fuhlbrügge erklärte.

Rund 3400 Euro Spenden seien bislang eingegangen – aber etwa 10 000 Euro zur Finanzierung des Festes nötig, hieß es. Ulrich Schultheiß bedankte sich namens des Festkomitees für die große Spendenbereitschaft der Kliestower: "Keiner, den wir bislang angesprochen haben, hat die Hilfe verweigert", sagte er.

Requisiten aus Theater-Fundus

Der Hilfe der Kliestower ist auch der Sieg bei der Abstimmung zum 1. Frankfurter Bürgerbudget zu verdanken: 10 000 Euro bekommt der Ortsteil daraus für die Gestaltung seines Begegnungsplatzes. Im Februar soll die Arbeit dafür beginnen, kündigte Michael Macht an.

Ulrich Schultheiß informierte über seinen Besuch in der Sprechstunde von OB René Wilke. Der habe zugesichert, zum Fest nach Kliestow zu kommen.

Der Festumzug, der am 22. August, um 10 Uhr, am Wulkower Weg starten wird, soll aus 26 Bildern bestehen. Deren Themen waren auf Plakaten im Saal notiert. "Wir brauchen noch Statisten", warb der Chef des Festkomitees um weitere Mitstreiter. Er lud die Teilnehmer des Umzugs ein, am 29. Februar, um 10 Uhr, mit in die Robert-Havemann-Straße 6 zu kommen. Dort wird der Fundus des ehemaligen Kleist-Theaters verwaltet, aus dem sich die Kliestower für ihren Festumzug bedienen dürfen.

Schon 1,8 Kilometer Wimpel

In Booßen und Hohenwalde haben sich die Kliestower bei den Veranstaltern der jüngsten Jubiläumsfeiern Anregungen geholt. Eines aber wird in Kliestow neu sein: Zum Fest wird Ende August eine Wimpelkette durchs ganze Dorf flattern. "Als Zeichen unserer Verbundenheit", wie Michael Macht erklärte. Die vor allem von Kliestower Frauen genähte Kette habe es schon auf eine Länge von mehr als 1,8 Kilometern gebracht. "Nähen Sie mit", bat der Chef des Festkomitees die Kliestower.

Ortsbeiratsmitglied Bernd Meergans vom Festkomitee informierte über zu erwartende Verkehrseinschränkungen. Davon soll es zur 700-Jahrfeier einige geben. So wird das große Festzelt auf den Dorfplatz unweit der Feuerwehr, gegenüber der Bäckerei Heidenreich im Winkelweg aufgestellt. Wenn dort aufgebaut wird, muss die Straße gesperrt werden. Die Anwohner gelangen über einen Weg in Richtung B5 aus der und in die Siedlung.

Die Feuerwehr beteiligt sich

Außerdem werde es während des Festes ein Durchfahrtsverbot auf der Lebuser Straße bis zum Wulkower Weg und Hexenberg geben. Schließlich soll sich im vorderen Bereich, an der Kirche, das Markttreiben abspielen. Mit Durchgangsverkehr wäre das zu gefährlich, so Meergans. Über einen großen Parkplatz für Besucher vorm Ortsteil werde derzeit verhandelt.

Ein Anwohner fragte, wohl mit Blick auf die bisherige Verweigerungshaltung, ob und wie sich die Feuerwehr denn nun am Fest beteilige? "Die Feuerwehr steht voll hinter dem Fest", erklärte Michael Macht. Die Feuerwehr mache auch im Festumzug mit.

Anlässlich des Dorf-Jubiläums soll ein Kliestower Kochbuch heraus gebracht werden. Dafür wurden Rezepte von Kliestowern gesammelt. Das Büchlein soll für 12 Euro zu haben sein. Die ortsansässige Bäckerei Heidenreich hat Jubiläumskekse gebacken und die 500 Euro Erlös fürs Fest gespendet. Und auch der Kliestower Heimatverein habe 500 Euro aus dem Verkauf seiner Kalender für 2020 gespendet, betonte Ulrich Schultheiß.

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