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Alte Försterei
Volles Haus bei Berlinskie Samowary in Briescht

Schwungvoll: Berlinski Samowary trat in der Alten Försterei in Briescht auf.
Schwungvoll: Berlinski Samowary trat in der Alten Försterei in Briescht auf. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 21.01.2020, 07:30 Uhr
Briescht Russische Musik aus Berlin stand als erste Veranstaltung des Jahres in der Alten Försterei in Briescht auf dem Programm. In dem auch als Galerie genutzten Schankraum mit historischem altem Mobiliar drängten sich die Leute. "Es ist ein Stehkonzert", stellte die Hausherrin Sinty Koba klar. Soviel Sitzgelegenheiten waren gar nicht vorhanden wie Menschen, von denen viele extra für dieses Konzert von weit her kamen. Zwei Nebenräume waren am Sonnabend geöffnet, und alle Gäste zeigten sich zufrieden. Dazu trugen auch die hausgemachten Schmalzbrote und die frisch zubereitete Soljanka bei.

Die Sängerin in russischem Folkloreoutfit ließ erst einmal einen geruhsamen Nostalgieabend vermuten. Aber es kam anders. Einem Paukenschlag gleich wurde das Publikum vom ersten Ton an mit Rock westeuropäischer Prägung überschüttet. Die international aus Russland, Kasachstan und Spanien zusammengesetzte und nun in Berlin lebende semiprofessionelle Gruppe mit dem Namen "Berlinskie Samowary" heizte so richtig ein. Ein promovierter Physiker gehört dazu, Svetlana Silina ist noch stundenweise als Krankenschwester beschäftigt.

Allesamt verstehen sie ihre Kunst. Mit Gesang, Perkussion beziehungsweise Schlagzeug, Akkordeon und dem typisch russischen Bajan sowie Bass servierten sie bekannte Lieder, wie Kalinka und Katjuscha, als mitreißenden Hard-Rock. Die stehenden Besucher waren glücklich, nicht an einen Stuhl gefesselt zu sein. Aber auch eigene Kompositionen und internationale Hits wurden von der Band gespielt.

Die Gruppe war schon mehrmals in Briescht zu Gast. Nach dem Jubiläumsjahr 2019 zum zehnjährigen Bestehen der von Sindy Koba und Kai-Uwe Rettig betriebenen Kulturstätte "Alte Försterei Briescht" startete das Team also gleich wieder mit einem Highlight. Im vorigen Jahr gehörte zu den großen Musikerlebnissen hier die Band "La Marche", deren Mitglieder fast alle aus dem Landkreis Oder-Spree kommen.

Abwechslungsreiches Programm

Sie wartete mit tanzbaren Titel verschiedenen Genres auf. Ein weiterer Höhepunkt war das öffentliche Jägerfest zusammen mit den Jagdverbänden der Region. Als Publikumsmagneten entwickelten sich in den vergangenen Jahren auch die "Kulturfeste auf dem Land" mit begleitendem Antik- & Trödelmarkt. Davon wird es in diesem Jahr wie immer vier geben: im April, Juni, August und Oktober.

Tradition hat auch der Saisonauftakt für den Kaffee- & Biergarten am 1. Mai unter dem alten Nussbaum auf dem Hof und in dem liebevoll rustikal ausgestatteten Ambiente der Veranstaltungsscheune. Fest steht im Programm für 2020 auch das Himmelfahrtsevent, wie im vorigen Jahr mit der bewährten Rock-Pop-Band "Whisky, Milk & Water", sowie das Pfingstvergnügen am Pfingstsonntag wieder mit der auf Country-Rock spezialisierten Band "The Lucky Strings". "Beide Formationen sind super Gruppen, die gut bei den Leuten angekommen sind", hat Kai-Uwe Rettig zufrieden beobachtet.

Schon gebucht ist für den 27. Juni der "Spreefalter aus Berlin", der auch in die bevorzugte Musikrichtung der Alten Försterei passt. Weitere Konzerte schließen sich an. "Auf alle Fälle wird im November ein Jazz-Konzert dabei sein", verspricht der Veranstalter. Das Jahresprogramm wird ab März gedruckt vorliegen.

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