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Frischer Branchenmix für Angermünder Läden

Umgestaltet: Nach der Schließung des Blumen-Geschäftes in der Rosenstraße haben Birgit Pöschl und ihre Kollegen der Syringa GmbH den Laden im Verwaltungsgebäude der Gärtnerei schöner und kundenfreundlicher umgestaltet. Die Stadt wirbt wirbt für einen bunten Branchen-Mix
Umgestaltet: Nach der Schließung des Blumen-Geschäftes in der Rosenstraße haben Birgit Pöschl und ihre Kollegen der Syringa GmbH den Laden im Verwaltungsgebäude der Gärtnerei schöner und kundenfreundlicher umgestaltet. Die Stadt wirbt wirbt für einen bunten Branchen-Mix © Foto: Kerstin Unger
Kerstin Unger / 22.01.2020, 06:30 Uhr - Aktualisiert 22.01.2020, 08:49
Angermünde (MOZ) Das Gewerbe in Angermünde ist stabil, auch wenn die 1000er-Grenze seit einigen Jahren nicht mehr erreicht wird. Laut Christian Radloff, zuständiger Fachbereichsleiter fürs Gewerbeamt, sind unter den abgemeldeten Firmen zwölf "Kartei-Leichen" gestrichen worden, die schon länger nicht mehr existierten. Fünf Gewerbetreibende haben sich abgemeldet, weil sie anderswo eine Festanstellung bekamen.

Zwölf Gewerbe wurden aus Altersgründen eingestellt, weil sich kein Nachfolger fand wie beim Herrenausstatter im Hohen Steinweg. Der Laden steht seit dem Frühjahr wieder zur Vermietung. "Wenn Einzelhandelsgeschäfte schließen, ist das schon schmerzhaft. So ein Herrenbekleidungsgeschäft stand der Altstadt gut zu Gesicht", sagt Christian Radloff. "Aber der Onlinehandel macht es Menschen einfach, vor dem Fernsehen seine Bestellung per Tablet zu schicken." Er hofft auch, dass die Gaststätte "Am Mündsee" schnell einen neuen Betreiber findet. Diese wurde wegen fehlenden Personals im vergangenen Jahr geschlossen. Aus personellen Gründen wurden auch das Syringa-Blumengeschäft und das Elektronikgeschäft Bussy in der Rosenstraße abgemeldet.

Erfreulich sei dagegen, dass die Firma Pumpentechnik Holtzmann bereits zum dritten Mal den Generationswechsel vollziehen konnte.

Ziel: Altstadt beleben

Die Neueröffnung des Orthopädiefachgeschäftes Scherfel trägt zur Belebung der Berliner Straße bei. Jedoch zieht sich einiger Leerstand durch die Berliner und Rosenstraße. "Das wird eine Aufgabe für 2020. Hier müssen wir sehen, was wir als Verwaltung machen können", sagt Christian Radloff. Außerdem müssten vor dem geplanten Abriss des Uckermark-Centers noch zwei Geschäfte mit neuen Räumen versorgt werden. Mit ihnen wolle man Kontakt aufnehmen. Das neue Einzelhandelskonzept sieht kleine Läden und Gewerbe in der Altstadt vor. Die Verantwortlichen der Stadtverwaltung wünschen sich eine größere Produktvielfalt, auch, weil Gewerbe bei der fehlenden Kaufkraft auf Touristen angewiesen ist.

Freie Kapazitäten

Auch im Gewerbegebiet in der Oderberger Straße gibt es noch Kapazitäten für Neuansiedlungen. "Im vergangenen Jahr gab es acht Anfragen, von denen drei ohne Vertragsabschluss endeten. Eine Teilfläche wurde für eine Betriebserweiterung verkauft. Zwei sind noch in Bearbeitung, wo dieses Jahr noch Verkäufe stattfinden werden. Zwei Bewerber überlegen noch", berichtet der Fachbereichsleiter. Dann sei immer noch etwas frei. Unter anderem eine große Teilfläche von 1,6 Hektar, die bis zum Jahresende 2019 reserviert war und jetzt wieder in der Vermarktung sei.

Entwicklung des Gewerbes

Ende 2019 gab es in Angermünde insgesamt 895 Gewerbetreibende. Im Laufe des Jahres wurden 72 Gewerbe an- und 82 abgemeldet. 39 Firmen meldeten sich beim städtischen Gewerbeamt um.2014 gab es 942 Gewerbebetriebe. Damals wurden 89 Anmeldungen, 78 Abmeldungen und 51 Ummeldungen registriert.⇥kun

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