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Krankenstand in Brandenburg weiter über Bundesdurchschnitt

Beschäftigte blieben 2018 durchschnittlich 6,2 Prozent ihrer Arbeitszeit zuhause, wie aus dem jüngsten Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg hervorgeht.
Beschäftigte blieben 2018 durchschnittlich 6,2 Prozent ihrer Arbeitszeit zuhause, wie aus dem jüngsten Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg hervorgeht. © Foto: Kelly Sikkema ; Unsplash
dpa / 22.01.2020, 16:27 Uhr
Potsdam (dpa) Rückenschmerzen, Grippe, Depressionen - der Krankenstand in Brandenburg liegt weiter über dem Bundesdurchschnitt.

Beschäftigte blieben 2018 durchschnittlich 6,2 Prozent ihrer Arbeitszeit zuhause, wie aus dem jüngsten Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg hervorgeht, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Die Quote ist im Vergleich zu den Jahren 2017 und 2016 mit 0,2 Prozentpunkten nur leicht gestiegen. Zahlen für 2019 gibt es noch nicht.

Auch bei den standardisierten Werten - das heißt unter Berücksichtigung der älteren Bevölkerung - war der Krankenstand in Brandenburg mit 5,9 Prozent leicht über dem Bundesdurchschnitt von 5,1 Prozent. Am höchsten war er 2018 im Landkreis Barnim (6,8 Prozent), am anderen Ende der Skala lag Potsdam mit 5 Prozent.

Als eine Erklärung für den höheren Krankenstand in dem Bundesland nannte Daniela Teichert, Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost, die höhere Zahl chronisch Erkrankter.

Am häufigsten konnten Beschäftigte wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen nicht arbeiten, gefolgt von Atemwegserkrankungen und psychischen und Verhaltensstörungen. Nach Branchen sortiert waren Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung (8 Prozent) am häufigsten betroffen, an zweiter Stelle standen Angestellte der Abfall- und Wasserentsorgung (7,6 Prozent).

Der länderübergreifende Gesundheitsbericht wurde zum fünften Mal vom Cluster Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg vorgelegt. Er wertet Daten von fünf gesetzlichen Krankenkassen sowie der Gesetzlichen Unfall- und Rentenversicherung aus.

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